Forscher filtern mit Strom überschüssigen Zucker aus dem Blut
Das am Donnerstagabend im Fachblatt «Science» vorgestellte Implantat der ETH Zürich und Universität Basel kommt ohne Wirkstoffe aus: Ein unter die Haut gesetzter Graphen-Schwamm mit Gold- und Platinnanopartikeln wandelt Blutzucker in Glukonsäure um. Diese wird zu einem grossen Teil über Urin ausgeschieden.
«Wird dem Körper auf diese Weise kontinuierlich überschüssige Energie entzogen - ähnlich wie bei einer kontrollierten Fastenkur -, beginnt er, die körpereigenen Fettreserven zu mobilisieren», erklärte Studienleiter Martin Fussenegger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Aktiviert wird das Gerät drahtlos von aussen über Strom. Interessant ist das System laut den Forschenden insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes.
Bisher wurde es aber nur an Mäusen getestet. Bis es bei Menschen zum Einsatz kommt, ist weitere Forschung notwendig.