Forschende knacken Rekord bei der Messung von Sonnenneutrinos
Die Beobachtung im italienischen Gran-Sasso-Laboratorium erweitert die Nachweisgrenze auf eine Neutrino-Energie von rund 17 Kiloelektronenvolt hinunter, wie die «Xenon-Forschungskollarboration» am Montag mitteilte. Damit wird ein Bereich zugänglich, in dem vor allem sogenannte pp-Neutrinos dominieren.
«Diese pp-Neutrinos sind besonders interessant, weil sie direkt mit dem Energieproduktionsmechanismus der Sonne verbunden sind. Sie entstehen also ganz am Anfang der Fusionskette. Wenn man ihren Fluss präzise misst, überprüft man daher sehr direkt unser Verständnis davon, wie die Sonne im Innersten funktioniert», erklärt die am Experiment beteiligte Professorin Laura Baudis von der Universität Zürich der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.