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Filmemacher Senzow erneut durch russischen Beschuss verletzt

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Filmemacher Senzow erneut durch russischen Beschuss verletzt

17. Juli 2023, 13:56 Uhr
ARCHIV - Oleh Senzow dient seit Februar 2022 als Freiwilliger bei der ukrainischen Armee. Foto: Tom Weller/dpa
© Keystone/dpa/Tom Weller
Der ukrainische Filmemacher Oleh Senzow ist bei Kämpfen im Süden des Landes nach eigenen Angaben erneut verletzt worden. «Der Bradley(-Panzer) hat uns wieder das Leben gerettet» schrieb Senzow am Montag auf Facebook.

Ein hochgeladenes Foto zeigte den Regisseur, der seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 als Freiwilliger bei der ukrainischen Armee dient, mit blutigen Splitterverletzungen im Gesicht.

Durch russischen Artilleriebeschuss seien drei Soldaten in seiner Kampfgruppe leicht verletzt worden. Senzow zufolge handelte es sich um seinen ersten Kampfeinsatz seit der Rückkehr an die Front nach seiner jüngsten Verwundung am 8. Juli. «Die Woche fing nicht gut an», schrieb der Filmemacher und dankte den Ärzten der südukrainischen Region Saporischschja für ihre Arbeit.

Der auf der Krim geborene Regisseur Senzow wurde 2014, nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel, dort verhaftet. Ein Jahr später wurde er in Russland zu 20 Jahren Haft wegen der angeblichen Planung von Terroranschlägen und weiteren unbelegten Vorwürfen verurteilt. Senzow wies alle gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück und berichtete von Folter, mit denen die Behörden versuchten, ein Geständnis zu erzwingen. International galt er als politischer Häftling. 2019 kam er im Rahmen eines Gefangenenaustausches frei. Während seiner Gefangenschaft wurde Oleh Senzow der Sacharow-Preis für geistige Freiheit des Europäischen Parlaments verliehen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. Juli 2023 13:08
aktualisiert: 17. Juli 2023 13:56