Bahninfrastruktur

Ergänzende Bahninvestitionen zum Tiefbahnhof kosten 1,2 Milliarden

21. März 2024, 09:51 Uhr
Die Kapazitäten des heutigen Luzerner Kopfbahnhofs sind ausgeschöpft, weswegen ein unterirdischer Durchgangsbahnhof realisiert werden soll. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Wird der Durchgangsbahnhof Luzern gebaut, sind auch einzelne Investitionen in die bestehende Bahninfrastruktur der Agglomeration nötig. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) beziffert diese Anpassungen auf den Zulaufstrecken auf voraussichtlich rund 1,2 Milliarden Franken.

Die Bundesbehörde bestätigte damit gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) vom Donnerstag. Dabei gehe es etwa um den Gütschtunnel, die Bahnhöfe Ebikon, Emmenbrücke und Sursee sowie betriebsnotwendige Einrichtungen, teilte ein Sprecher des BAV mit.

Zu diesen betriebsnotwendigen Einrichtungen gehört eine Abstellanlage in Dierikon. Diese ist nötig, weil der Tiefbahnhof nicht direkt mit der oberirdischen Abstellanlage des heutigen Bahnhofs verbunden wird und die Züge, die via den neuen Bahnhof verkehren, dort nicht abgestellt werden können.

Das BAV hält fest, dass der Umfang dieser den Durchgangsbahnhof ergänzenden Investitionen noch nicht abschliessend bestimmt sei. Er sei auch von einem dannzumal angestrebten Angebotskonzept abhängig.

Der eigentliche unterirdische Durchgangsbahnhof kostet gemäss heutigen Berechnungen 3,3 Milliarden Franken, wie das BAV bestätigte. Er besteht aus dem Dreilindentunnel, dem Tiefbahnhof und dem Neustadttunnel.

Der Tiefbahnhof soll über vier Gleise verfügen. Der Dreilindentunnel ist 3,8 Kilometer lang und schliesst die Linie Richtung Zürich an den Tiefbahnhof an. Er führt unter dem Seebecken hindurch und dann Richtung Ebikon. Der 2,1 Kilometer lange Neustadttunnel schliesst den Tiefbahnhof an die bestehende Bahnhofszufahrt an.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. März 2024 09:51
aktualisiert: 21. März 2024 09:51