Kommunale Abstimmung LU

Ebikoner Gemeinderat hält trotz Volksnein an Steuererhöhung fest

25. Januar 2024, 13:59 Uhr
Ebikon LU hat eine relativ tiefe Steuerkraft. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Stimmberechtigten von Ebikon LU werden für 2024 erneut über eine Steuerfusserhöhung um 0,2 Einheiten abstimmen müssen. Der Gemeinderat hält an der Massnahme fest, obwohl sie im November 2023 in einer Volksabstimmung abgelehnt worden ist.

Das Budget 2024 mit einer Steuerfusserhöhung von 1,9 auf 2,1 Einheiten war mit einem Nein-Stimmenanteil von knapp 60 Prozent verworfen worden. Am 3. März werden die Stimmberechtigten über ein überarbeitetes Budget für das laufende Jahr befinden können.

An der Steuerfusserhöhung um 0,2 Einheiten hält der Gemeinderat aber fest, wie er am Donnerstag mitteilte. Mit dieser resultiert im überarbeiteten Budget bei Gesamtaufwand von 132,1 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 129,6 Millionen Franken ein Aufwandüberschuss von 2,5 Millionen Franken, wie die Gemeinde auf Anfrage präzisierte.

Ohne Steuererhöhung würde sich das Budgetdefizit gemäss der Mitteilung auf 6,5 Millionen Franken belaufen. Ein solches Defizit würde Risiken für die finanzielle Stabilität der Gemeinde bergen, hiess es in der Mitteilung. Mit der Steuerfusserhöhung könne die finanzielle Schieflage korrigiert werden.

Das Problem von Ebikon seien die stagnierenden Steuereinnahmen, hiess es weiter. Die Steuerkraft der Gemeinde liege 20 Prozent unter dem kantonalen Durchschnitt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Januar 2024 13:59
aktualisiert: 25. Januar 2024 13:59