Dänemark stoppt Nerzzucht
Die Regierung habe sich für den Tierschutz entschieden - und daher beschlossen, keinen Antrag auf eine Ausnahmeregelung einzureichen, wie es die Vorgängerregierung ursprünglich geplant hatte. Das EU-Verbot der Nerzhaltung tritt demnach am 7. August 2027 in Kraft.
Skandal um Massenkeulung von Nerzen in der Corona-Pandemie
Dänemark zählte früher zu den führenden Ländern bei der Nerzzucht - der Erwerb hat in dem Land eine lange Tradition. In der Corona-Pandemie hatte Regierungschefin Mette Frederiksen aus Sorge vor einer Mutation des Virus im November 2020 aber verkündet, dass alle mehr als 15 Millionen Nerze in dem Land getötet werden sollten.
Wie sich später allerdings herausstellte, fehlte der Regierung für die Entscheidung zu dem Zeitpunkt die Rechtsgrundlage. Die Halter mussten teuer entschädigt werden. Das löste eine riesige Debatte aus. 2023 wurde die Nerzzucht in viel kleinerem Ausmass wieder aufgenommen. Inzwischen gibt es nur noch sieben Nerzfarmen in Dänemark.
Im Sommer 2025 kam der Nerz auf die EU-Liste invasiver Arten. Dänemark stimmte damals gegen die EU-Verordnung, die die Zucht und Produktion von Nerzen verbietet.