Chinas Geburtenrate erreicht Rekordtief
Chinas Gesellschaft altert. Die Menschen bekommen immer weniger Kinder, obwohl vor mehr als zehn Jahren die Ein-Kind-Politik endete, mit der Peking über Jahrzehnte das Bevölkerungswachstum kontrollierte. Zu den Gründen zählt, dass in grossen Städten Erziehungs- und Bildungskosten hoch sind. Die Regierung versucht seit dem vergangenen Jahr, mit Kindergeld Abhilfe zu schaffen.
«Babyboomer» gehen in Rente
Parallel erlebt das Land einen Rentenboom. In den kommenden Jahren werden die «Babyboomer» - jene Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er Jahren - in Rente gehen. Bis 2050 dürften laut Schätzungen 520 Millionen Menschen in China 60 Jahre oder älter sein.
Die steigende Zahl an Senioren und sinkende Arbeitnehmerschaft belasten die Rentenkasse der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Chinas Regierung begann deshalb im vergangenen Jahr, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. Über die folgenden 15 Jahre steigt die Grenze für Männer von 60 auf 63 Jahre. Bei Frauen, für die bislang je nach Berufsgruppe zwei Renteneintrittsalter galten, erhöht sich diese Schwelle entweder von 50 auf 55 Jahre oder von 55 auf 58 Jahre.