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Britischer Ex-Premier Johnson besuchte ukrainische Front

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Britischer Ex-Premier Johnson besuchte ukrainische Front

12. April 2026, 17:19 Uhr
HANDOUT - Auf diesem vom Pressedienst der 65. Mechanisierten Brigade der Ukraine via AP veröffentlichten Foto spricht der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson mit einem ukrainischen Soldaten am Ortseingangsschild, umgeben von ukrainischen Nationalflaggen und Flaggen militärischer Einheiten. Foto: Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
© Keystone/Ukrainian 65 Mechanized brigade/AP/Andriy Andriyenko
Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat über einen Besuch bei ukrainischen Streitkräften in Saporischschja berichtet - und ist für seine Reise von Moskau heftig kritisiert worden. Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete Johnson gar als «Schurke».

Details zu seinem Besuch in der Region der umkämpften ukrainischen Grossstadt schilderte Johnson ausführlich in einem am Freitag erschienenen Artikel für die Boulevardzeitung «Daily Mail». Auch eine Dokumentation soll den Angaben nach demnächst erscheinen. Von den Ukrainern veröffentlichten Bildern zufolge war Johnson bereits Ende Februar in der Ukraine.

In dem Artikel wirft der Ex-Premier den westlichen Staaten etwa vor, nicht genug gegen Russlands Invasion in der Ukraine zu tun. «Willkommen zurück in der sogenannten «Kill Zone», und willkommen zurück in dem Krieg, den der Westen zu vergessen droht», schreibt er etwa.

Die Ukraine befinde sich seit Jahren in einem Kampf um die Freiheit. Über das «einfache Ziel» dieses Kampfes herrsche «angeblich» auch in Europa und den USA Einigkeit. «Und doch ist derzeit kein einziger Staats- oder Regierungschef in einer dieser westlichen Hauptstädte bereit, genug zu tun, um dieses Ziel zu erreichen», so Johnson.

Scharfe Kritik aus Moskau

Johnson war beim Kriegsausbruch 2022 noch Regierungschef, dann aber von dem Posten zurückgetreten. Russland warf Johnson vor allem während seiner Zeit als Premierminister vor, Unterstützer einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland zu sein und kein Interesse an einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts zu haben.

Zu seinem Einsatz im Kriegsgebiet sagt die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa: «Danke an Boris Johnson, der gezeigt hat, wie die Mächte des Bösen aussehen – das hätte niemand besser hinbekommen.» Der Brite betreibe ««PR» auf Kosten von Menschenleben», so der Vorwurf Moskaus. «Johnson war persönlich an der Abkehr vom Verhandlungsprozess und der Eskalation des Konflikts beteiligt. Ein Schurke, der an den Ort des Verbrechens zurückgekehrt ist.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. April 2026 17:19
aktualisiert: 12. April 2026 17:19