Israel

Bildungsministerium: Mehr als 4000 Schüler im Gaza-Krieg getötet

2. Januar 2024, 11:35 Uhr
Ein palästinensischer Englischlehrer bietet Kindern, die mit ihren Familien in die Abu Youssef Al-Najjar Schule geflüchtet sind, Englischunterricht an. Wegen des Gaza-Krieges mangelt es im Gazastreifen an Bildungsmitteln. Foto: Mohammed Talatene/dpa
© Keystone/dpa/Mohammed Talatene
Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor fast drei Monaten sind nach Angaben des palästinensischen Bildungsministeriums im Gazastreifen mindestens 4119 Schülerinnen und Schüler getötet worden.

In dem Zeitraum seien 7539 weitere verletzt worden, teilte das Ministerium nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa am Dienstag mit. Darüber hinaus seien im Gazastreifen 221 Lehrerinnen und Lehrer sowie Verwaltungsbeamte getötet worden. Nach Angaben des Ministeriums wurden 278 öffentliche und 65 UN-Schulen bei Angriffen beschädigt oder zerstört.

UN-Einrichtungen dienen nach Angaben der Vereinten Nationen 1,4 Millionen der insgesamt 1,9 Millionen Binnenflüchtlingen im Gazastreifen als Notunterkunft. Es gab immer wieder Berichte über Tote und Verletzte bei israelischen Angriffen auf Schulgebäude.

Die israelische Armee wirft der islamistischen Hamas vor, Schulen, Moscheen und Krankenhäuser im Gazastreifen systematisch für militärische Zwecke zu missbrauchen. Soldaten seien etwa aus Schulen angegriffen worden, ausserdem seien von dort aus Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert und dort seien Waffen gefunden worden. Die Hamas weist dies zurück.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Januar 2024 11:35
aktualisiert: 2. Januar 2024 11:35