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Bildungschancen für Flüchtlingskinder laut UNHCR in Gefahr

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Bildungschancen für Flüchtlingskinder laut UNHCR in Gefahr

2. Oktober 2026, 00:50 Uhr
Kinder aus dem Sudan besuchen eine Schule in Giza, Ägypten. (Archivbild)
© Keystone/EPA/KHALED ELFIQI
Das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnt, dass für Millionen Flüchtlingskinder bald kein Geld mehr für den Schulbesuch da sein könnte. Das Hilfswerk befindet sich in einer tiefen Finanzkrise.

Schon im vergangenen Jahr seien 5,8 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gegangen, 44 Prozent der schätzungsweise 13,1 Millionen Flüchtlingskinder weltweit, teilte das UNHCR mit Sitz in Genf mit.

In eine Grundschule seien im vergangenen Jahr wenigstens zwei von drei Kindern gegangen, auf weiterführende Schulen hätte es aber nur einer von drei Minderjährigen geschafft. Bei denen, die weiterführende Schulen besuchen konnten, war der Erfolg gross: Erstmals setzten 2025 mehr als 450'000 von ihnen die Lernlaufbahn fort, in Universitäten oder beruflichen Bildungseinrichtungen, wie das UNHCR berichtet. Das waren elf Prozent aller Flüchtlingskinder, nach neun Prozent im Jahr davor (2024).

Auch die Schweiz spart bei Entwicklungshilfe

«Bildung hat mir Chancen eröffnet, die mir durch die Vertreibung sonst vielleicht verwehrt geblieben wären», sagte der im Irak geborene Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, Barham Salih. Seine Familie musste in den Iran fliehen, wo er als Kind eine Flüchtlingsschule besuchte. Er studierte dann in Grossbritannien und machte einen Doktor in Statistik und Computeranwendungen im Ingenieurwesen.

«In einer Zeit, in der die Finanzierung humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stark unter Druck steht, drohen Kürzungen im Bildungsbereich (...) einer ganzen Generation junger Menschen Chancen zu versperren», sagte Salih.

Der Gesamtbedarf des UNHCR für alle Aktivitäten, in diesem Jahr auf 8,5 Milliarden Dollar veranschlagt, ist erst zu einem Drittel gedeckt. Zahlreiche Länder haben ihre Entwicklungshilfeetats gesenkt, darunter auch die Schweiz. Der Bundesrat plant bis 2030 Einsparungen von rund 113 Millionen Franken bei der internationalen Zusammenarbeit.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Oktober 2026 00:50
aktualisiert: 2. Oktober 2026 00:50