Digitalisierung

Bevölkerung Ausserrhodens kann mehr Behördengänge online erledigen

11. Januar 2024, 13:02 Uhr
Finanzvorsteher Hansueli Reutegger stellte das neue Webportal vor. (Archivbild)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die Einwohnerinnen und Einwohner von Appenzell Ausserrhoden können mehrere Behördengänge sowohl beim Kanton als auch bei den Gemeinden ab sofort komplett online erledigen. Dazu gehören das Einreichen der Steuern oder das Bestellen verschiedener Dokumente. Gemäss dem Finanzvorsteher hebt sich Ausserrhoden damit von anderen Kantonen ab.

Auf der neu aufgeschalteten Plattform mein.ar.ch können beispielsweise die Steuern komplett digital bearbeitet und eingereicht werden. Der Download einer Software wie bis anhin entfällt.

Zu den weiteren Dienstleistungen, die ab sofort zur Verfügung stehen, gehören unter anderem das Bestellen einer Wohnsitzbescheinigung, von Handlungsfähigkeitszeugnissen oder von Heimatausweisen. Weitere Dienstleistungen sollen hinzukommen, etwa das Strassenverkehrsamtportal.

Das Alleinstellungsmerkmal der Plattform sei, dass diese nicht nur Dienstleistungen des Kantons beinhalte, sondern auch solche von allen Gemeinden im Kanton. Dies erklärte Hansueli Reutegger (SVP), Vorsteher des Departements Finanzen, am Donnerstag während einer Medienkonferenz. «Ich wage zu sagen, wir sind damit einzigartig», so Reutegger.

Schalter in Gemeinden bleiben offen

Jürg Engler, Gemeindepräsident von Bühler AR, betonte als Vertreter der Gemeinden, dass die Webplattform als Ergänzung gedacht sei. «Die Schalter in den Gemeinden bleiben weiterhin offen», sagte Engler und ergänzte, dass sämtliche Behördendienstleistungen auch weiterhin analog angeboten würden.

Weil Anfragen und Bestellungen vermehrt automatisiert abgewickelt werden, können auch Kosten in der Verwaltung gespart werden. Wie hoch die Einsparungen ausfallen, lasse sich aber noch nicht abschätzen, sagte Reutegger. Auch sei kurzfristig nicht zu erwarten, dass allfällige Gebühren für bestellte Dokumente sinken. Dies gelte es aber zu prüfen.

Seit dem Projektstart 2021 wurden 845'000 Franken ausgegeben. Zusätzlich zur Webplattform soll eine mobile Applikation folgen. Als einheitliches Login werde der sogenannte Authentifizierungsdienst der Schweizer Behörden (AGOV), eine Dienstleistung des Bundes, genutzt. Die Sicherheit sei gewährleistet und hoch.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Januar 2024 13:02
aktualisiert: 11. Januar 2024 13:02