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Bereits 125 Lawinentote in Europa

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Bereits 125 Lawinentote in Europa

16. März 2026, 10:37 Uhr
ARCHIV - Bei einem Lawinenabgang auf eine gesperrte Skiroute in Fiss im Tiroler Bezirk Landeck ist ein 71-jähriger Wintersportler verschüttet und tödlich verletzt worden. Bei dutzenden Lawinenabgängen in Österreich sind nach Angaben der Polizei drei Menschen ums Leben gekommen. Foto: Zoom.Tirol/APA/dpa
© Keystone/APA/Zoom.Tirol
In Europas Gebirgen sind in dieser Wintersaison bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit 32 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.

Die Statistik enthält Todesfälle seit dem 1. Oktober - vor allem in den Alpen, aber auch in anderen Gebirgen wie beispielsweise den Karpaten weiter östlich. Die Wintersaison gilt noch nicht als beendet. Fest steht jedoch bereits, dass die Zahl der Todesopfer 2025/26 ungewöhnlich hoch ist. Im vergangenen Jahrzehnt gab es in Europa nur einen Winter, in dem noch mehr Menschen durch Lawinen ums Leben kamen: 2017/18 wurden 147 Todesopfer verzeichnet.

Als einer der Gründe wird von Experten der Klimawandel genannt. Demnach verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen durch höhere Temperaturen, weshalb der Schnee nicht mehr so fest ist. Ausserdem gebe es stärkere Winde, so dass sich gefährlicher «Treibschnee» ansammelt, heisst es. Besonders betroffen sind Regionen in Italien, im südlichen Teil der Alpen. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten ausserhalb der präparierten Pisten seit einiger Zeit beliebter werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. März 2026 10:37
aktualisiert: 16. März 2026 10:37