Israel

Austin: Militärschlag gegen Huthi «klare Botschaft»

12. Januar 2024, 12:37 Uhr
ARCHIV - Der Militärschlag gegen die Huthi-Rebellen soll für US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ein klares Signal setzen. Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa
© Keystone/AP/Maya Alleruzzo
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat den Militärschlag der USA und Verbündeter gegen die Huthi-Rebellen im Jemen als ein klares Signal bezeichnet.

«Der heutige Einsatz der Koalition ist eine klare Botschaft an die Huthi, dass sie einen Preis dafür zahlen werden, wenn sie ihre illegalen Angriffe nicht einstellen», hiess es am Donnerstag (Ortszeit) in einer Mitteilung aus dem Pentagon. Der Militärschlag erfolgte in der Nacht zum Freitag als Reaktion auf wiederholte Angriffe der vom Iran unterstützten Huthis gegen Schiffe im Roten Meer.

«Wir werden nicht zögern, unsere Streitkräfte, die Weltwirtschaft und den freien Fluss des legitimen Handels auf einer der wichtigsten Wasserstrassen der Welt zu verteidigen», teilte Austin weiter mit. Der 70-jährige Minister befindet sich derzeit im Krankenhaus. Er hatte am Dienstag eine bereits im Dezember festgestellte Prostatakrebs-Erkrankung öffentlich gemacht.

Die USA und Grossbritannien hatten mit Unterstützung der Niederlande, Kanadas und Bahrains in der Nacht zu Freitag Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen. Der Militärschlag sei eine Reaktion auf die «illegalen, gefährlichen und destabilisierenden» Angriffe der Huthi auf Schiffe im Roten Meer und beruhe auf dem Recht der Selbstverteidigung, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung, die auch von der Bundesregierung mitgetragen wird. Ein Vertreter der Huthi drohte nach Angaben des Huthi-Fernsehsenders Al Massirah Al Massirah Vergeltung an.

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die jemenitischen Huthi-Rebellen immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Grosse Reedereien meiden die wichtige Handelsroute zunehmend. Die Huthi greifen auch Israel immer wieder direkt mit Drohnen und Raketen an.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Januar 2024 12:37
aktualisiert: 12. Januar 2024 12:37