Ausserrhoden untersucht die Folgen des Hitzesommers
Ein Vergleich der Jahre seit 2022 zeige, dass im Sommer 2026 an den untersuchten Standorten im Kanton sowohl mehr Hitzetage als auch Tropennächte verzeichnet worden seien, teilte der Kanton am Montag mit.
So gab es beispielsweise 2022 in ganz Ausserrhoden 5 Hitzetage. Im laufenden Jahr waren es zwischen 14 im Vorderland und je 15 im Mittel- und Hinterland. Zum Vergleich: 2024 war nur ein einziger Hitzetag gemessen worden. Bedingung ist jeweils, dass das Tagesmaximum bei 30 Grad oder darüber liegt.
Wegen der Höhenlage und der stärkeren nächtlichen Abkühlung sei Ausserrhoden im Vergleich zu tiefer gelegenen Regionen weniger stark von einer anhaltenden Hitzebelastung betroffen gewesen, schreibt der Kanton.
Die nächtliche Abkühlung habe dazu beigetragen, die Hitzebelastung zu reduzieren. Der Temperaturunterschied in der Nacht sei aus gesundheitlicher Sicht besonders wichtig, da es dem Körper ermöglicht werde, sich von der Wärmebelastung des Tages zu erholen.
Gestaltung des öffentlichen Raums
2022 waren in Ausserrhoden zwei Tropennächte registriert worden. Das bedeutet, dass die Temperatur auch in den Nachtstunden nicht unter 20 Grad fällt. 2026 gab es im Vorder- und Mittelland sechs solche Nächte, im Hinterland waren es 5.
Es sei davon auszugehen, dass Hitzeperioden und hohe Temperaturen auch künftig an Bedeutung zunehmen werden. Deshalb soll nun geprüft werden, ob die heutigen Massnahmen den aktuellen und künftig zu erwartenden Herausforderungen entsprechen.
Neben angepassten Verhaltensweisen habe auch die Gestaltung des Wohn- und Lebensumfelds eine wichtige Bedeutung. Baulicher Wärmeschutz, Beschattung sowie «eine hitzeangepasste Gestaltung des öffentlichen Raums» könnten dazu beitragen, die Hitzebelastung der Bevölkerung langfristig zu reduzieren und ihre Gesundheit zu schützen.