22 Tote nach Müll-Lawine in Cebu City – Hoffnung schwindet
Am vergangenen Donnerstag hatten grosse Mengen Müll auf einer Deponie in Cebu City eine Recyclinganlage und mehrere Häuser unter sich begraben. Die Stadt liegt rund 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Zuvor hatte tagelanger Dauerregen den Boden auf dem Gelände aufgeweicht.
Bei den Opfern handelt es sich grösstenteils um Beschäftigte der Deponie und der Recyclinganlage. Jedoch wurden auch mehrere Wohnhäuser teilweise verschüttet. 18 Überlebende werden noch immer mit verschiedenen Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.
Erinnerung an anderes Unglück
Die Philippinen, ein riesiger Inselstaat mit mehr als 117 Millionen Einwohnern, kämpfen schon lange mit grossen Problemen bei der Abfallentsorgung. Offene Deponien gelten insbesondere in ärmeren Wohngebieten als Risiko. Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Grossraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, viele weitere Vermisste wurden nie gefunden.