100.000 Menschen im westrussischen Belgorod ohne Wasser
Am Morgen sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung auf sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln Belgorods. Rund 100.000 Menschen seien derzeit ohne Wasser, sagte Bürgermeister Walentin Demidow.
Belgorod liegt an der Grenze zur Ukraine und wird von russischen Truppen sowohl als Aufmarschgebiet als auch zum Beschuss ukrainischen Territoriums genutzt. Daher ist die Region eine der am schwersten zerstörten russischen Gebiete seit Kriegsbeginn. Insgesamt leben in Belgorod offiziellen Angaben nach gut 300.000 Menschen.
Region kämpft mit Heiz- und Stromproblemen
Geplant sei eine Wiederherstellung der Wasserversorgung innerhalb von vier bis fünf Stunden, hiess es. Derzeit liefen die Reparaturarbeiten. Erst am Morgen hatte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow erklärt, dass die zuvor ausgefallene Wärmeversorgung grösstenteils wiederhergestellt sei.
Die Region kämpft seit Wochen wegen der andauernden Drohnenangriffe mit Heiz- und Stromproblemen. Zuletzt war sogar eine Evakuierung angedacht worden.
Gladkow berichtete zwar am Morgen auch von neuerlichen ukrainischen Drohnenangriffen. Die Flugapparate seien jedoch abgeschossen worden, ohne dass es Folgen am Boden gegeben habe, sagte er.