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Eiskanal in Cortina soll für 81,6 Millionen saniert werden

4. Januar 2024, 16:18 Uhr
Die Chancen auf Olympische Bobwettkämpfe in St. Moritz mit dem berühmten Horseshoe sind wieder etwas gesunken
© KEYSTONE/MAYK WENDT
Italien nimmt noch einmal einen Anlauf, damit die Wettkämpfe im Eiskanal an den Olympischen Spielen 2026 nicht in der Schweiz oder in Österreich stattfinden müssen.

Simico, die für den Bau der Infrastrukturen für die Olympischen Winterspiele Mailand/Cortina 2026 zuständige Gesellschaft, hat eine Ausschreibung für die Renovierung des Eiskanals «Eugenio Monti» in Cortina d'Ampezzo veröffentlicht. 81,6 Millionen Euro soll die Erneuerung der Bahn kosten, die in maximal 685 Tagen erfolgen soll. Das geht aus der Ausschreibung hervor, die auf der Webseite des Infrastrukturministeriums in Rom veröffentlicht wurde. Ob sich zu dem Betrag ein Unternehmen findet, das den Auftrag übernimmt, erscheint jedoch alles andere als sicher.

Dabei handelt es sich um die Renovierung der Sportstätte an sich, Verbesserungen betreffend Zuschauer-Tribünen oder Parkplätzen sind nicht vorgesehen. Die Einweihungszeremonie für die renovierte Bahn soll am 3. Dezember 2025 erfolgen. Bis zum 18. Januar haben Unternehmen Zeit, bei Simico ihren Antrag zu stellen. Danach will die Regierung das IOC überzeugen, dass die Bahn in Cortina die beste Lösung für die Olympischen Winterspiele ist.

Zuvor hatte sich der italienische Infrastrukturminister Matteo Salvini innerhalb der Regierung für die Renovierung der Bahn in Cortina stark gemacht. Das IOC hatte jedoch erwidert, es fehle ein tragfähiger Plan zur Nachnutzung der Infrastruktur. Im Gespräch ist auch die Renovierung der Olympiabahn von 2006 in Cesana, die allerdings seit 2011 stillgelegt ist, oder die Austragung der Bob-, Skeleton- und Schlittelwettkämpfe in St. Moritz oder Innsbruck.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Januar 2024 16:18
aktualisiert: 4. Januar 2024 16:18