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Weitere Durchsuchung bei RAF-Fahndung in Berlin

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Weitere Durchsuchung bei RAF-Fahndung in Berlin

3. März 2024, 21:31 Uhr
Beamte sind in Berlin-Friedrichshain im Einsatz. Foto: Andreas Rabenstein/dpa - ACHTUNG: Autokennzeichen gepixelt
© Keystone/dpa/Andreas Rabenstein
Bei der Fahndung nach zwei ehemaligen RAF-Terroristen durchsucht die Polizei eine weitere Wohnung in Berlin. Die Massnahme am Sonntagabend im Stadtteil Friedrichshain stehe in Verbindung mit der Suche nach Ernst-Volker Staub (69) und Burkhard Garweg (55), sagte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. An dem Einsatz waren auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) beteiligt.

Mehr Details nannte die Sprecherin auf Nachfrage zunächst nicht. Die Massnahme in der Grünberger Strasse laufe noch, sagte sie. Auf der Strasse standen vermummte Zivilpolizisten, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Mehrere Dutzend Schaulustige versammelten sich auf der Strasse, um die Vorgänge zu verfolgen. Auf der Strasse stand ein gepanzertes Fahrzeug.

Nur rund zwei Kilometer entfernt hatte die Polizei bei der RAF-Fahndung am Sonntagmorgen bereits Teile eines links-alternativen Bauwagengeländes durchsucht. Ein Bauwagen-Container – laut niedersächsischem LKA eine mutmassliche Unterkunft von Garweg – wurde abtransportiert und soll kriminaltechnisch untersucht werden.

Erst vor wenigen Tage war ebenfalls in Berlin die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette festgenommen worden. Staub und Garweg waren wie Klette (65) vor über 30 Jahren untergetaucht. Alle drei gehörten der dritten Generation der früheren linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee-Fraktion an.

Die RAF war über Jahrzehnte der Inbegriff von Terror und Mord in Deutschland. 1998 erklärte sie sich für aufgelöst. In der aktiven Terror-Zeit der dritten Generation wurden der damalige Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991) ermordet.

Gegen Klette, Staub und Garweg bestehen Haftbefehle wegen des Verdachts der Beteiligung an Terroranschlägen. Sie wurden beziehungsweise werden auch wegen mehrerer Raubüberfälle gesucht. Zwischen 1999 und 2016 sollen sie Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen überfallen haben. Ihnen wird auch versuchter Mord vorgeworfen, weil dabei geschossen wurde.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. März 2024 21:31
aktualisiert: 3. März 2024 21:31