Russland

Verschiffung russischen Rohöls: USA verhängen neue Sanktionen

18. Januar 2024, 17:52 Uhr
Das US-Kapitol ist an einem sonnigen Wintertag hinter eine mit Schnee bedeckten Wiese zu sehen. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, verhängen die USA neue Sanktionen gegen eine in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Reederei, weil diese sich nicht an den Preisdeckel für russisches Rohöl gehalten haben soll. Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa
© Keystone/AP/Jose Luis Magana
Die USA verhängen neue Sanktionen gegen eine in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Reederei, weil diese sich nicht an den Preisdeckel für russisches Rohöl gehalten haben soll. Die Reederei sei im Besitz von 18 Tankern und Frachtern, auf denen russisches Rohöl und Erdölprodukte transportiert würden, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit. «Niemand sollte an der Entschlossenheit unserer Koalition zweifeln, diejenigen zu stoppen, die dem Kreml helfen», sagte der stellvertretende US-Finanzminister Wally Adeyemo.

Als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hatten die EU und ihre G7-Partner einen Ölpreisdeckel beschlossen. Ziel war es, Russlands Kriegskasse auszutrocknen und die Energiepreise zu stabilisieren. Der Deckel soll Moskau eigentlich dazu zwingen, Öl für höchstens 60 US-Dollar (55 Euro) pro Barrel (159 Liter) zu verkaufen, also unter dem Weltmarktpreis. Experten zufolge hapert es aber bei der Umsetzung der Massnahme - auch, weil Russland verstärkt auf eine sogenannte Schattenflotte setzt, also auf Schiffe, die nicht in der Hand westlicher Reedereien sind oder auf westliche Versicherungen angewiesen sind.

Die nun sanktionierte Reederei wurde nach Angaben des US-Finanzministeriums Ende 2022 gegründet und kaufte kurz vor Inkrafttreten des Ölpreisdeckels ältere Tanker auf. Seitdem hätten diese wiederholt russische Häfen angesteuert. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit sanktionierten Firmen und Personen untersagt. Sanktionen erschweren den betroffenen Firmen auch internationale Geschäfte jenseits der USA.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Januar 2024 17:52
aktualisiert: 18. Januar 2024 17:52