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UN-Generalsekretär in Sorge vor Ausweitung des Gaza-Kriegs

15. Januar 2024, 19:42 Uhr
ARCHIV - António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), spricht während eines Besuchs im UN-Büro in der kenianischen Hauptstadt. Foto: Khalil Senosi/AP/dpa
© Keystone/AP/Khalil Senosi
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich in grosser Sorge vor einer Ausweitung des Gaza-Kriegs auf die weitere Region gezeigt. «Ich bin zutiefst besorgt von dem, was sich da entfaltet», sagte Guterres am Montag in New York. «Es ist meine Pflicht, allen Seiten diese einfache und direkte Botschaft zu überbringen: Hört auf, an der blauen Linie mit dem Feuer zu spielen, deeskaliert und bringt die Gewalt zu einem Ende.»

Die blaue Linie markiert die Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Seit Beginn des Gaza-Kriegs kommt es an der Grenze immer wieder zu Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und der vom Iran unterstützten Hisbollah. Sie ist mit der Hamas verbündet, gilt aber als deutlich schlagkräftiger. Neben einem sofortigen Waffenstillstand forderte Guterres zudem erneut die Freilassung aller Geiseln und eine Untersuchung der von der Hamas und anderen bei dem Massaker am 7. Oktober verübten sexuellen Gewalt.

Mit Blick auf den Gazastreifen forderte Guterres bessere Bedingungen für die Versorgung mit humanitärer Hilfe. Zu oft werde die Versorgung momentan vor allem durch mangelnden Zugang behindert.

Die Zahl der seit Ausbruch des Krieges in Gaza ums Leben gekommenen UN-Mitarbeiter sei unterdessen auf 152 gestiegen, sagte Guterres - so viele wie nie zuvor bei einem Ereignis in der Geschichte der Vereinten Nationen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Januar 2024 19:42
aktualisiert: 15. Januar 2024 19:42