Russland

Ukraine appelliert an Welt für neue Waffenlieferungen

2. Januar 2024, 16:19 Uhr
Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, trifft zu einem Treffen der EU-Außenminister im Gebäude des Europäischen Rates ein. Nach neuen massiven russischen Luftangriffen auf Kiew und andere Städte hat Kuleba die Welt zu neuen Waffenlieferungen an sein Land aufgefordert. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
© Keystone/AP/Virginia Mayo
Nach neuen massiven russischen Luftangriffen auf Kiew und andere Städte hat der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba die Welt zu neuen Waffenlieferungen an sein Land aufgefordert.

«Das Terrorregime in Moskau muss erkennen, dass die internationale Gemeinschaft vor der Ermordung von Zivilisten und der Zerstörung der zivilen Infrastruktur in der Ukraine die Augen nicht verschliessen wird», schrieb Kiews Chefdiplomat am Dienstag beim Onlinedienst X (früher Twitter). Konkret seien dabei neue Flugabwehrsysteme samt Munition, Kampfdrohnen aller Art und Raketen mit einer Reichweite von über 300 Kilometern erforderlich.

Zugleich forderte Kuleba dazu auf, eingefrorene russische Gelder für die Ukraine zugänglich zu machen. Russische Diplomaten sollen zudem in «relevanten Hauptstädten» und internationalen Organisationen isoliert werden. Das Aussenministerium erklärte dazu, dass der russische Angriff vom Dienstag «ausschliesslich» zivilen Objekten gegolten habe. Zuvor hatte jedoch der ukrainische Oberkommandierende Walerij Saluschnyj bei Telegram geschrieben, dass neben zivilen Objekten und kritischer Infrastruktur auch Industrie- und Militärobjekte angegriffen worden seien.

Am Dienstagmorgen hatte die russische Luftwaffe die Hauptstadt Kiew und die ostukrainische Grossstadt Charkiw massiv mit Raketen beschossen. Dem waren Drohnenangriffe vorangegangen. Es gab Dutzende Verletzte. Ukrainischen Angaben nach wurden über 70 Prozent der knapp 100 Raketen und alle Drohnen abgefangen. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als 22 Monaten gegen den russischen Angriffskrieg.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Januar 2024 16:19
aktualisiert: 2. Januar 2024 16:19