Polen

Tusk will mehr westliche Hilfe für die Ukraine mobilisieren

22. Januar 2024, 12:20 Uhr
Donald Tusk, Ministerpräsident von Polen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Czarek Sokolowski/AP/dpa
© Keystone/AP/Czarek Sokolowski
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk will mit der Kiewer Führung mehr westliche Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine mobilisieren.

Dies sei eines der Hauptziele seines Besuchs, sagte Tusk am Montag in der ukrainischen Hauptstadt. Zugleich wolle er zeigen, dass Polen «der zuverlässigste und stabilste Verbündete der Ukraine in diesem tödlichen Kampf gegen das Böse» sei. Die russische Invasion betreffe die Sicherheit der ganzen Welt, aber insbesondere Polens wegen der geografischen Nähe. «Es gibt nichts Wichtigeres, als die Ukraine bei ihren Kriegsanstrengungen gegen den russischen Angriff zu unterstützen», sagte Tusk nach Angaben der Agentur PAP vor Reportern.

Natürlich gebe es mit der Ukraine auch Interessenkonflikte. «Wir werden im Geiste der Freundschaft darüber sprechen, um diese Probleme so schnell wie möglich zu lösen», sagte er vor seinen Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Regierungschef Denys Schmyhal. Unter anderem bereitet polnischen Bauern und Logistikunternehmern die Konkurrenz aus dem Nachbarland Sorgen.

Tusk kam am Montagmorgen mit dem Zug in Kiew an - aus Gründen der Sicherheit wie üblich ohne öffentliche Ankündigung. Gegen Mittag wurde in der Hauptstadt und in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst. Auf einem russischen Stützpunkt an der Wolga sei ein Kampfjet aufgestiegen, der Raketen abfeuern könne, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Januar 2024 12:20
aktualisiert: 22. Januar 2024 12:20