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Mindestens 20 Tote durch russische Raketen auf die Ukraine

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Mindestens 20 Tote durch russische Raketen auf die Ukraine

8. Juli 2024, 11:58 Uhr
Rauch steigt nach einem russischen Raketenangriff über der Skyline der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf. Foto: Evgeniy Maloletka/AP
© Keystone/AP/Evgeniy Maloletka
Durch schwere russische Raketenangriffe auf die Ukraine sind nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko mindestens 20 Menschen getötet und etwa 50 Menschen verletzt worden. Betroffen waren demnach vor allem Krywyj Rih im Süden der Ukraine sowie die Hauptstadt Kiew. In Kiew wurde auch ein grosses Kinderkrankenhaus getroffen, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj im sozialen Netzwerk X schrieb.

Die Zahl der Opfer dort stehe noch nicht fest. Der Staatschef veröffentlichte dazu ein kurzes Video, das zerstörte Krankenzimmer und Blutspuren auf dem Fussboden zeigte. Selenskyj sprach davon, dass Menschen verschüttet seien. «Alle helfen, die Trümmer zu beseitigen - Ärzte und andere Leute», schrieb er.

Auch weitere Städte betroffen

In der Dreimillionenstadt Kiew wurden nach ersten Angaben der Stadtverwaltung mindestens sieben Menschen getötet und mindestens neun verletzt. Der Militärverwaltung von Krywyj Rih zufolge gab es nach Einschlägen mindestens 10 Tote und über 30 Verletzte. Über Schäden wurde auch aus der Grossstadt Dnipro berichtet. Weitere Ziele waren demnach die frontnahen Städte Slowjansk und Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk.

Das russische Militär setzte bei dem Angriff Selenskjys Angaben zufolge mehr als 40 Raketen ein. Ungewöhnlich war, dass die schwere Attacke tagsüber stattfand zu Beginn der Arbeitswoche. Schon in der Nacht hatte es Luftangriffe mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen gegeben.

Die Ukraine wehrt seit über zwei Jahren eine russische Invasion mit westlicher Hilfe ab und drängt immer wieder auf die Bereitstellung moderner Flugabwehrsysteme. Nach jüngsten Angaben hat die Ukraine vier der besonders leistungsfähigen Patriot-Systeme bekommen, braucht aber nach eigener Einschätzung viel mehr.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. Juli 2024 11:58
aktualisiert: 8. Juli 2024 11:58