Israel

Israels Armee: Weitere Geisel-Leichen im Gazastreifen geborgen

15. Dezember 2023, 10:21 Uhr
Soldaten der israelischen Armee. Foto: Victor R. Caivano/AP/dpa
© Keystone/AP/Victor R. Caivano
Israels Militär hat nach eigenen Angaben die Leichen weiterer aus Israel in den Gazastreifen verschleppten Geiseln geborgen. Der tote Körper eines 28-Jährigen sowie zweier Soldaten seien nach Israel zurückgebracht und dort identifiziert worden, teilte die Armee am Freitag mit. Die Männer seien beim Massaker der islamistischen Hamas und anderer Gruppen aus Israel nach Gaza verschleppt worden. Bei den beiden getöteten Soldaten handelt es sich nach Angaben der Armee um zwei 19-Jährige. Die Familien der drei seien informiert worden, hiess es. Zur Todesursache machte die Armee zunächst in keinem der Fälle Angaben.

Frankreichs Aussenministerin Catherine Colonna schrieb auf der ehemals als Twitter bekannten Plattform X, der 28-jährige Tote sei Franzose gewesen. Die Nachricht über seinen Tod erfülle sie mit unermesslichem Kummer. «Wir teilen den Schmerz seiner Familie und seiner Angehörigen.» Die Freilassung aller Geiseln sei oberste Priorität. Israelischen Medien zufolge wurde der Mann, der auch israelischer Staatsbürger sei, beim Supernova-Festival in der Negev-Wüste entführt. Dort war er den Angaben nach mit einer Freundin, die ebenfalls entführt, aber kürzlich freigelassen wurde.

Die Armee hatte die Zahl der noch in Gaza festgehaltenen Menschen zuletzt mit 135 angegeben. Unklar ist, ob die seitdem für tot erklärten Geiseln dazu zählen. Israelische Soldaten haben seit Beginn des Gaza-Kriegs bereits mehrere Leichen im Gazastreifen geborgen.

Bei dem beispiellosen Angriff der Terrororganisation Hamas und anderer Extremisten auf Grenzorte in Israel wurden nach israelischen Angaben insgesamt rund 240 Menschen entführt. Im Rahmen eines Deals zwischen der Regierung in Jerusalem und der Hamas wurden kürzlich insgesamt 105 Geiseln freigelassen. Im Austausch entliess Israel 240 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Dezember 2023 10:08
aktualisiert: 15. Dezember 2023 10:21