Israel

Israels Armee: Ranghohes Dschihad-Mitglied im Gazastreifen getötet

19. Januar 2024, 15:03 Uhr
Soldaten in Israel blicken auf den Gazastreifen. Foto: Maya Alleruzzo/AP/dpa
© Keystone/AP/Maya Alleruzzo
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ein ranghohes Mitglied der Terrororganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen getötet.

Wael Abu Fanuna sei stellvertretender Chef der Propagandaeinheit des Islamischen Dschihad gewesen und am Donnerstag bei einem Luftangriff auf ein Haus getötet worden, teilte die Armee am Freitag mit. Dazu veröffentlichte sie eine Luftaufnahme von einer gewaltigen Explosion im oberen Bereich eines mehrstöckigen Gebäudes. Abu Fanuna sei unter anderem auch für Videos israelischer Geiseln im Gazastreifen verantwortlich gewesen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Der Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) gilt als eine der radikalsten militanten Gruppierungen im Nahen Osten. Ihre Mitglieder feuern auch immer wieder Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Die Organisation gilt allerdings als weniger schlagkräftig als die im Gazastreifen herrschende Hamas.

Aus dem Gazastreifen gab es für den Tod des Mannes zunächst keine Bestätigung. Allerdings waren Telefone und Internet in dem umkämpfen Küstenstreifen am Freitag den achten Tag in Folge ausgefallen.

Israelische Bodentruppen gingen nach eigenen Angaben am Freitag weiter mit Unterstützung der Luftwaffe und von Marineeinheiten vor der Küste gegen die Hamas vor. Die Zahl der seit dem Beginn der Bodenoffensive Ende Oktober getöteten Soldaten wurde mit 192 angegeben. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde berichtete von fast 24 500 Toten und mehr als 61 500 Verletzten durch israelische Angriffe seit Kriegsbeginn vor mehr als drei Monaten.

Auslöser des Kriegs war der Terrorangriff der Hamas und anderer extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober. Mehr als 1200 Menschen wurden dabei getötet und 253 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Januar 2024 15:03
aktualisiert: 19. Januar 2024 15:03