Israel

Hisbollah entschädigt «direkt Betroffene» im Grenzgebiet zu Israel

27. November 2023, 18:18 Uhr
Weißer Rauch steigt nach einem israelischen Angriff in einem libanesischen Grenzdorf zu Israel auf. Die libanesische Hisbollah hat nun nach eigenen Angaben damit begonnen, Menschen im Grenzgebiet für Verluste bei israelischen Angriffen zu entschädigen. Foto: Hussein Malla/AP/dpa
© Keystone/AP/Hussein Malla
Die libanesische Hisbollah hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Menschen im Grenzgebiet für Verluste bei israelischen Angriffen zu entschädigen.

«Der Widerstand (die Hisbollah) hat angefangen, den Betroffenen der Gewalt an der südlibanesischen Grenze direkte Hilfe zu leisten», sagte der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah am Montag während einer Gedenkzeremonie im Südlibanon: Aus Kreisen der Hisbollah hiess es, dass unter anderem Landwirte entschädigt würden, die ihr Vieh durch israelischen Beschuss verloren hätten. Auch Bewohner von Häusern, die beschädigt wurden, sollten Entschädigungen erhalten.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs kam es an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon immer wieder zu Angriffen. Auf libanesischer und israelischer Seite hat es Opfer gegeben. Nach dem Beginn der Feuerpause herrschte jedoch auch an der israelisch-libanesischen Grenze eine angespannte Ruhe mit nur wenigen Zwischenfällen.

Die Einfluss der vom Iran unterstützte Hisbollah reicht tief in den von Krisen gelähmten libanesischen Staat. Die Gruppe ist im multikonfessionellen Libanon auch im Parlament vertreten. Finanziert wird sie hauptsächlich aus Teheran. Die Hisbollah engagiert sich karitativ und sichert sich damit unter anderem auch die Unterstützung der Bevölkerung. Sie besitzt aber auch einen militärischen Arm, dem nach Schätzungen mehrere Tausend Kämpfer angehören. Dieser wird von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. November 2023 18:18
aktualisiert: 27. November 2023 18:18