Zweiter Etappensieg für Sprint-Ass Gaviria


Roman Spirig
Sport / 10.07.18 17:00

Die 4. Etappe der Tour de France wurde erneut eine Beute von Fernando Gaviria. Der kolumbianische Sprintspezialist feierte in Sarzeau bereits seinen zweiten Etappensieg an der diesjährigen Tour. An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen.

Zweiter Etappensieg für Sprint-Ass Gaviria  (Foto: KEYSTONE / EPA / SEBASTIEN NOGIER)
Zweiter Etappensieg für Sprint-Ass Gaviria (Foto: KEYSTONE / EPA / SEBASTIEN NOGIER)

Die 105. Ausgabe der Tour de France erreichte am Dienstag die Bretagne, eine weitere radsportverrückte Region im Nordwesten Frankreichs. Zielort der 4. Etappe war die Gemeinde Sarzeau, deren Bürgermeister einen prominenten Namen trägt: David Lappartient, seit letztem Herbst Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI.

In der engeren Heimat des UCI-Chefs kam es zum erwarteten Massensprint. Allerdings wurde die Fluchtgruppe erst 1,2 km vor dem Ziel gestellt. Auf der leicht ansteigenden und mit 4 km längsten Zielgeraden der diesjährigen Tour ging letztlich erneut Fernando Gaviria als Sieger hervor. Der erst 23-jährige Tour-Debütant vom Team QuickStep Floors hatte bereits die 1. Etappe im Sprint gewonnen. Nun verwies Gaviria in Sarzeau den Slowaken Peter Sagan und den Deutschen André Greipel auf die weiteren Plätze.

Der vierte Tag der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt endete erstmals ohne Leaderwechsel. Der Belgier Greg van Avermaet, der am Montag das Mannschaftszeitfahren mit dem amerikanisch-schweizerischen Team BMC gewonnen hatte, behauptete sich problemlos als Gesamtleader. Van Avermaet führt weiterhin zeitgleich vor seinem amerikanischen Teamkollegen Tejey van Garderen und drei Sekunden vor dem Waliser Geraint Thomas, dem Co-Leader von Sky.

Die Fluchtgruppe des Tages umfasste am Dienstag je zwei Fahrer aus Frankreich und Belgien und lieferte damit einen Vorgeschmack auf das am Abend angesetzte Halbfinal-Duell an der Fussball-WM in Russland. Weil besonders die Teams der Sprinter-Asse zu spät reagierten, entwickelte sich auf den letzten Kilometern ein packendes Verfolgungsrennen - mit dem schlechteren Ende für die Ausreisser. Trotz einem Maximalvorsprung von fast acht Minuten wurde das Quartett 1,2 km vor dem Ziel vom Feld eingeholt.

Am Mittwoch folgt im Nordwesten Frankreichs die 5. Etappe, die vom Profil her den Ardennen-Klassikern gleicht und deshalb etwas für Ausreisser oder Klassikerfahrer wie Leader Van Avermaet sein könnte. Auf der zweiten Streckenhälfte der 204,5 km von Lorient nach Quimper befinden sich nicht weniger als sechs kleine Bergwertungen. Auch der letzte Kilometer im Zielort ist ansteigend.

(sda)


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