Woher kommt der Aprilscherz?


Roman Spirig
Regional / 01.04.19 13:37

"Heut' ist der erste April, da schickt man den Narren, wohin man will" - der Aprilscherz ist in den meisten westeuropäischen Ländern fester Brauch. Gepflegt wird er aber auch in Amerika, Australien, Südafrika und Indien.

Woher kommt der Aprilscherz? (Foto: KEYSTONE / EPA / BRIGITTE RUBAEK )
Woher kommt der Aprilscherz? (Foto: KEYSTONE / EPA / BRIGITTE RUBAEK )

Unklar ist, woher der Aprilscherz stammt. Ein Grund dafür könnte die Kalenderreform des französischen Königs Karl IX. gewesen sein. 1564 verlegte er Neujahr vom 1. April auf den 1. Januar.

Als "April-Narr" galt, wer an dem alten Datum festhielt. Andere Erklärungsversuche sehen den Ursprung im römischen Narrenfest zu Ehren des Kriegsgottes Mars oder im indischen "Hulfest". Bei beiden spielte Unfug eine grosse Rolle. Wahrscheinlich besteht auch ein Zusammenhang mit Frühlingsbräuchen.

Am Aprilanfang sollte man sich nicht nur vor Freunden und Familienangehörigen in Acht nehmen. Auch Politiker stellen an diesem Tag ihren Sinn für Humor unter Beweis. 1986 eröffnete der damalige dänische Ministerpräsident Poul Schlüter der internationalen Presse, Dänemark wolle sich für eine Abschaffung des Linksverkehrs in Grossbritannien einsetzen.

Aprilscherze werden auch von Medien gezielt in Umlauf gebracht. Ein Klassiker stammt etwa aus dem Jahr 1957. Damals zeigt die britische Medienanstalt BBC Fernsehbilder von einer vermeintlich erfolgreichen Spaghetti-Ernte in der Schweiz.

Hunderte Zuschauer erkundigten sich darauf, wo die Pflanzen zu kaufen seien. Seitdem hat der Sender mit seinen Zuschauern mehrfach Schabernack getrieben. 2008 wollte er fliegende Pinguine entdeckt haben. Das teilweise computeranimierte Video wurde millionenfach im Internet angesehen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Bündner Baufirmen einigen sich mit Kanton über Millionen-Zahlung
Wirtschaft

Bündner Baufirmen einigen sich mit Kanton über Millionen-Zahlung

Neun Bündner Baufirmen haben sich mit dem Kanton auf Vergleichszahlungen von total fünf bis sechs Millionen Franken geeinigt. Es handelt sich um einen Schadenersatz von Unternehmen, die wegen illegaler Absprachen ins Visier der Wettbewerbskommission gerieten.

Tausende Luzernerinnen demonstrieren für Gleichberechtigung
Regional

Tausende Luzernerinnen demonstrieren für Gleichberechtigung

Tausende Luzernerinnen haben heutelautstark Gleichstellung mit den Männern in allen gesellschaftlichen Belangen gefordert. Am späten Nachmittag zogen sie in einem langen und lauten Demonstrationszug durch die Stadt.

Polizei verhaftet Drogenkuriere und stellt zwei Kilo Kokain sicher
Regional

Polizei verhaftet Drogenkuriere und stellt zwei Kilo Kokain sicher

Die Polizei hat in Zürich zwei Drogenkuriere verhaftet und zwei Kilogramm Kokain sichergestellt. Die Drogen waren im Auto einer 32-jährigen Polin und eines 36-jährigen Spaniers eingebaut, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Schweizer Handballer holen sich das EM 2020 Ticket!
Sport

Schweizer Handballer holen sich das EM 2020 Ticket!

Die Durststrecke ist beendet: Die Schweizer Handballer sind erstmals seit der Heim-EM 2006 wieder an einem grossen Turnier dabei. Trotz einer 31:32-Niederlage in Novi Sad gegen Serbien qualifizierte sich das Team von Trainer Michael Suter für die EM-Endrunde 2020 in Österreich, Schweden und Norwegen. Die SHV-Auswahl hatte das Heimspiel gegen die punktgleichen Serben 29:24 für sich entschieden und verteidigten somit den 2. Rang in der Gruppe 2 hinter Kroatien.