Wenig Chancen und fast keine Lücken für Zug - Bern legt erstmals vor


Ladina Meyer
Sport / 17.04.19 05:27

Der SC Bern hat im Playoff-Final der National League den ersten Heimsieg gefeiert und auf 2:1 vorgelegt. Mit 4:1 setzten sich die Berner nach einem bärenstarken und überaus souveränen Auftritt durch.

Wenig Chancen und fast keine Lücken für Zug - Bern legt erstmals vor (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Wenig Chancen und fast keine Lücken für Zug - Bern legt erstmals vor (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

  • Wieder fieberten wieder viele EVZ-Fans im Public Viewing bei der Arena in Zug mit. Christiam Stämpfli berichtet wie sie mitlitten, was sie über SCB-Leader Arcobello sagen und was sie nun von ihrem Team erwarten.


  • Nach der zweiten Final-Niederlage am Stück ist der EV Zug nun mächtig gefordert in Spiel 4. Der Spielbericht und Stimmen aus der EVZ-Garderobe hier zu hören im Beitrag von Lukas Balmer.

Die Fussballer der Young Boys haben am Wochenende vorgelegt. Am Dienstag lieferte der SCB gute Argumente dafür, dass auch der Meistertitel in der zweitwichtigsten Schweizer Mannschaftssportart in Bern gefeiert wird. Unter den Augen von YB-Captain Steve von Bergen lieferten die Berner Eishockey-Profis eine abgeklärte Leistung ab.

Die Differenz schufen die Berner, die erst ihren vierten Heimsieg in diesen Playoffs feierten, bereits im ersten Abschnitt herbei. Dank zweier Powerplay-Treffer aus zwei -Möglichkeiten und einem Weitschuss von Mark Arcobello - nur 88 Sekunden nach dem zwischenzeitlichen Zuger Ausgleich zum 1:1 - führte das Team von Trainer Kari Jalonen nach 20 Minuten wegweisend mit 3:1.

Die ersten beiden Treffer glichen sich aufs Haar. Arcobello schoss jeweils aus der Distanz, Simon Moser nahm dem Zuger Goalie Tobias Stephan vor dem Tor jeweils die Sicht. Beim 1:0 lenkte er den Puck zudem noch leicht ab. Der Captain hatte an den Toren mindestens so viel Anteil wie der PostFinance-Topskorer, der seine Leistung mit einem Schuss ins leere Tor krönte und damit auch gleich den Schlusspunkt setzte.

Nach dem nahezu perfekten ersten Abschnitt liess Bern nichts mehr anbrennen. Es kontrollierte die Partie über weite Strecken und riegelte die eigene blaue Linie rigoros ab. Die Zuger fanden keine Lücken; Bern raubte ihnen mit seinem unspektakulären, aber effektiven und fehlerlosen Defensivspiel die Energie. Und wenn der EVZ doch einmal zu einer Chance kam, dann brillierte Leonardo Genoni oder das Glück stand auf Seiten des SCB. So nach 38 Minuten, als Reto Suri einen Pfostenschuss zu beklagen hatte.

Suri hatte sich im ersten Vergleich nach dem brutalen Check von Adam Almquist Verletzungen im Gesicht zugezogen und kehrte nun nach nur einem Spiel Pause in die Zuger Aufstellung zurück. Ebenfalls rechtzeitig zurück war Dennis Everberg, der am Montag Vater wurde und dafür kurzfristig nach Schweden geflogen war.

Erstmals setzte Zugs Trainer Dan Tangnes in diesem Final auf den Ausländerpositionen auf David McIntyre, der den bisher blassen Brian Flynn ersetzte. Die Massnahme zahlte sich nicht aus. McIntyre, einst einer der wichtigsten Zuger Stürmer, vermochte zwischen Suri und Reto Martschini ebenfalls keine entscheidenden Akzente zu setzen.

Der Zuger Express, der zuvor so souverän die Viertel- und Halbfinals überstanden hatte, ist arg ins Stocken gekommen. Am Samstag hatte Zug dank dem starken Powerplay (zwei Treffer) bis in die Verlängerung auf einen Sieg hoffen dürfen. In Spiel 3 erhielten die Zentralschweizer erst im zweiten Abschnitt die erste Gelegenheit auf ein Überzahl-Spiel. Dario Simion machte die Chance aber mit einer unnötigen Strafe in der Offensivzone gleich wieder zunichte.

Auch auf der Seite von Bern gab es im Vergleich zu Spiel 2 Änderungen in der Aufstellung. Der zuletzt verletzte Verteidiger Calle Andersson gab sein Comeback - früher als angekündigt. Dafür muss Kari Jalonen für den Rest der Serie auf Daniele Grassi verzichten. Der Stürmer, der Bern in den Viertelfinals mit drei Treffern "gerettet" hatte, verletzte sich Samstag gröber an der Schulter.

Weil sich andere mittlerweile gesteigert haben und Berns vierte Formation nach dem Comeback von Gaëtan Haas mittlerweile zwei WM-Silberhelden (Haas und Matthias Bieber) beinhaltet, kann Bern den Ausfall Grassis ohne Probleme verkraften - vor allem wenn es weiterhin so stark auftrumpft.

Der Präsident lud die EVZ-Fans ein

Der EVZ-Präsident H.P. Strebel hatte vor dem Spiel alle Fans eingeladen, gratis mit dem Car zum Spiel nach Bern zu fahren. Sehen Sie hier im Video mit welchen Worten sich der grosszügige Geldgeber, Investor und Präsident an die Fans wandte und wie diese widerum ihren "H.P." feierten.


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

SVP will sieben Milliarden Franken für neue Kampfflugzeuge
Schweiz

SVP will sieben Milliarden Franken für neue Kampfflugzeuge

Die SVP spricht sich für eine Obergrenze von sieben Milliarden Franken für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus. Das Kostendach von sechs Milliarden Franken sei falsch und schränke die unabdingbare Optimierung der zu beschaffenden Kampfmittel ein, schreibt der SVP-Fraktionschef und Zuger Nationalrat Thomas Aeschi auf Anfrage.

Bundespräsident Maurer trifft US-Präsident Trump im Weissen Haus
Wirtschaft

Bundespräsident Maurer trifft US-Präsident Trump im Weissen Haus

Bundespräsident Ueli Maurer hat heute im Weissen Haus in Washington US-Präsident Donald Trump zu einem knapp 40minütigen Gespräch getroffen. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten im Weissen Haus.

AHV-Steuerdeal bringt gemäss Bundesrat Ueli Maurer Sicherheit
Schweiz

AHV-Steuerdeal bringt gemäss Bundesrat Ueli Maurer Sicherheit

Bundespräsident Ueli Maurer und Bundesrat Alain Berset gehören zu den Siegern des Abstimmungssonntags. Beide zeigten sich vor den Bundeshausmedien hoch zufrieden mit der deutlichen Zustimmung zur AHV-Steuervorlage.

Gewerkschaften fordern mehr Lohn, Zeit und Respekt für Frauen
Schweiz

Gewerkschaften fordern mehr Lohn, Zeit und Respekt für Frauen

Nach dem Tag der Arbeit ist vor dem Frauenstreik: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und seine Mitglieder stecken mitten in den Vorbereitungen für den nationalen Anlass. Sie kämpfen lautstark für mehr Lohn, mehr Betreuungszeit und mehr Respekt für Frauen.