Wegen Sawiris - Kanton Uri will deutschsprachige Schule in Ägypten unterstützten


Roman Spirig
Regional / 11.04.19 17:48

Der Kanton Uri soll eine deutschsprachige Schule in El Gouna am Roten Meer in Ägypten während einer dreijährigen Pilotphase finanziell unterstützen. Den Kontakt zwischen der Schule und dem Kanton vermittelte der ägyptische Investor Samih Sawiris.

Wegen Sawiris - Kanton Uri will deutschsprachige Schule in Ägypten unterstützten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Wegen Sawiris - Kanton Uri will deutschsprachige Schule in Ägypten unterstützten (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Zwei Elternpaare hatten im Januar in El Gouna eine deutschsprachige Primarschule gegründet. Sie wollen das Schulangebot bis und mit Sekundarstufe II schrittweise ausbauen. Das Lernzentrum soll schweizerischen Bildungsstandards entsprechen.

Zu diesem Zweck suchte das Lernzentrum beim Kanton Uri um pädagogische Beratung und Unterstützung. Den Kontakt zum Kanton Uri vermittelt habe der ägyptische Investor Samih Sawiris, teilte die Bildungsdirektion am Donnerstag mit. Die Affinität zu Uri hänge wesentlich zusammen mit dem Tourismusresort Andermatt.

Die Regierung beschloss daraufhin, dass der Kanton Uri vom 1. August 2019 bis am 31. Juli 2022 eine pädagogische Beratung und Unterstützung auf freiwilliger Basis für El Guona leisten soll.

Den zeitlichen Aufwand schätzt sie auf jährlich 130 Stunden, der Kostenaufwand beträgt im Jahr maximal 19'500 Franken. Während der dreijährigen Pilotphase fallen somit Kosten in Höhe von 58'500 Franken an. Uri soll sich zur Hälfte daran beteiligen, schreibt die Regierung. Sie will dem Landrat in der September-Session einen entsprechenden Verpflichtungskredit beantragen.

Für den Urner Bildungsdirektor Beat Jörg eröffnet die Zusammenarbeit "eine Reihe von Chancen" und einen "bedeutenden Mehrwert auch für Uri", wie es in der Mitteilung heisst. Zudem entstünden für Lehrpersonen aber auch für Schülerinnen und Schüler neue Möglichkeiten des Austauschs.

Gegen Ende der dreijährigen Pilotphase soll evaluiert werden, ob und wie die Zusammenarbeit weitergeführt werden soll.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Unwetter mit 25'000 Blitzeinschlägen fordert zwei Tote
Schweiz

Unwetter mit 25'000 Blitzeinschlägen fordert zwei Tote

Ein schweres Unwetter im Osten Frankreichs und in der Schweiz hat am Samstag zwei Menschenleben gefordert. Zwei Festivals wurden vorsorglich evakuiert. In neun Stunden gab es fast 25'000 Blitzeinschläge.

Pride 2019: Zehntausende ziehen für Gleichberechtigung durch Zürich
Schweiz

Pride 2019: Zehntausende ziehen für Gleichberechtigung durch Zürich

Laut, bunt und vielfältig: Am Samstag sind rund 55'000 LGBTQ-Aktivistinnen und -Aktivisten durch die Zürcher Innenstadt gezogen, um für eine offene Gesellschaft und mehr Gleichberechtigung zu demonstrieren. Die diesjährige Pride war bereits die 25. Ausgabe.

Kein Schweizer Formel-E-Rennen in der nächsten Saison
Sport

Kein Schweizer Formel-E-Rennen in der nächsten Saison

In der nächsten Saison wird es kein Formel-E-Rennen in der Schweiz geben. Dies geht aus dem veröffentlichten Rennkalender des Weltverbandes FIA für die Saison 2019/2020 hervor.

Mitten im Leben
Events

Mitten im Leben

Ab einem gewissen Alter fängt man an, über «andere» Themen nachzudenken. Bei der Veranstaltung «Mitten im Leben» wird über diese Themen gesprochen und offene Fragen geklärt