USA loben Mexikos Kampf gegen illegale Migration


Roman Spirig
International / 11.09.19 01:15

Die USA sind mit den Kampf Mexikos gegen illegale Einwanderung zufrieden. US-Vizepräsident Mike Pence erkannte laut einer Mitteilung die "bedeutenden und beispiellosen Schritte" der mexikanischen Regierung zur Eindämmung der illegalen Migration in die USA an.

USA loben Mexikos Kampf gegen illegale Migration (Foto: KEYSTONE / AP / Chris Seward)
USA loben Mexikos Kampf gegen illegale Migration (Foto: KEYSTONE / AP / Chris Seward)

Bei einem Treffen führender Regierungsvertreter der USA und Mexikos am Dienstag im Weissen Haus sei man sich aber einig gewesen, dass dennoch mehr Arbeit nötig sei. Mexikos Aussenminister Marcelo Ebrard sprach von "positiven und freundschaftlichen" Gesprächen.

Die Nachbarländer hatten am 7. Juni eine Vereinbarung unterzeichnet, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf alle mexikanischen Importe gedroht hatte, wenn Mexiko nicht mehr gegen die Migration aus Mittelamerika über Mexiko in die USA unternehme. Mexiko verpflichtete sich, die Nationalgarde an seinen Grenzen einzusetzen. Seitdem sank die Zahl der Menschen, die in den USA beim unerlaubten Grenzübertritt aus Mexiko festgesetzt wurden, um mehr als die Hälfte - von gut 144'000 im Mai auf rund 64'000 im August.

Anlass des Treffens am Dienstag war der Ablauf einer 90-tägigen Frist, die in der Vereinbarung vorgesehen war. Wenn die bisherigen Massnahmen bis dahin nicht die erhoffte Wirkung zeigten, sollten weitere beschlossen werden.

Dies geschah am Dienstag nicht. Im Raum stand die Forderung der USA, dass Mexiko zum sicheren Drittstaat erklärt wird. Dann müssten alle Migranten, die über Mexiko in die USA wollen, in Mexiko Asyl beantragen. Mexiko lehnt dies ab. Das erklärte Ebrard nach eigenen Worten auch in einem kurzen Gespräch mit Trump. Strafzölle seien nicht zur Sprache gekommen. Die Tendenz sinkender Migrantenzahlen sei unumkehrbar, betonte Mexikos Chef-Diplomat. "Das Risiko einer Konfrontation zwischen Mexiko und den USA gerät in immer weitere Ferne."

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zwei Spielsperren gegen Servette-Captain Noah Rod
Sport

Zwei Spielsperren gegen Servette-Captain Noah Rod

Gegen Captain Noah Rod von Genève-Servette ist eine Sperre von zwei Spielen ausgesprochen worden, die zweite davon wird er am Dienstag gegen die ZSC Lions verbüssen.

Neue E-Busse für Zug und St.Galler Rheintal
Regional

Neue E-Busse für Zug und St.Galler Rheintal

Die Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) und Bus Ostschweiz AG (BOS) erweitern ihre Flotten um je einen vollelektrischen Batteriebus. Die beiden E-Busse mit dem Namen eCitaro werden in Zug und im St. Galler Rheintal voraussichtlich ab Oktober im Einsatz stehen.

Heute war an den Unis Semesterbeginn - Rechtswissenschaft im Trend
Schweiz

Heute war an den Unis Semesterbeginn - Rechtswissenschaft im Trend

27'000 Studentinnen und Studenten starten an der Universität Zürich ins Herbstsemester. Immer beliebter werden Masterstudiengänge: Im Vergleich zu 2018 gibt es einen Anstieg von 6 Prozent auf 6'648 Studierende.

Weggis LU: Taucher mit Verdacht auf Lungenriss ins Spital geflogen
Regional

Weggis LU: Taucher mit Verdacht auf Lungenriss ins Spital geflogen

Ein 26-jähriger Tauchschüler ist am Sonntagmittag bei einer Tauchausbildung im Vierwaldstättersee mit Verdacht auf einen Lungenriss ins Spital geflogen worden. Er hatte Atemprobleme, weil er während des Aufstiegs die Luft nicht ausatmete.