Universität Luzern schafft Departement für Medizin


Roman Spirig
Regional / 20.05.19 12:47

Die Universität Luzern schafft ein Departement für Gesundheitswissenschaften und Medizin. Mit der neuen Einheit will die Universität nach eigenen Angaben die Voraussetzungen für den Ausbau der Gesundheitswissenschaften legen.

Universität Luzern schafft Departement für Medizin
Universität Luzern schafft Departement für Medizin

Das neue Departement entstehe durch die Umwandlung des Seminars für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik, teilte die Universität Luzern am Montag mit. Es solle direkt dem Rektor unterstellt werden.

Das neue Departement ist damit keiner Fakultät zugeordnet und nimmt eine Sonderstellung ein. Es gebe keine anderen Departemente, die direkt dem Rektor unterstellt seien, teilte die Universität auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Das bisherige Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik war der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zugeordnet. Es habe sich mit Fragen rund um die Gesundheit aus dieser Perspektive befasst, teilte die Universität weiter mit.

Das neue Departement wird drei Fachbereiche umfassen. Es handelt sich um die Gebiete Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik, Medizin sowie Rehabilitation. Geleitet wird es von Gerold Stucki, dem bisherigen Leiter des Seminars für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik.

Die Universität Luzern will das Gebiet Gesundheitswissenschaften ausbauen und ab 2020 Studenten das Masterstudium in Medizin anbieten. An diesem sogenannten Joint Master Medizin sind auch Luzerner Kliniken und die Universität Zürich beteiligt. Mit dem neuen Departement sei die Universität Luzern optimal auf den Ausbau aufgestellt, heisst es in der Mitteilung.

Die Universität Luzern hat eine theologische, eine kultur- und sozialwissenschaftliche, eine rechtswissenschaftliche und eine wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Aus dem neuen Departement könne, müsse aber nicht eine eigene Fakultät entstehen, teilte die Universität mit. Für eine neue Fakultät müsste das Universitätsgesetz angepasst werden.

Die Universität strebe keine Medizinfakultät an, teilte sie weiter mit. Sie sehe die Medizin immer im Verbund mit den Gesundheitswissenschaften, einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplin. Für die medizinische Ausbildung setzte sie auf Partnerschaften. Bei dem neuen Departement gehe es darum, thematisch zusammengehörende Bereiche zusammenzufassen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Stadt Luzern lädt zum Festessen mit Menu aus Food-Waste-Gemüse ein
Regional

Stadt Luzern lädt zum Festessen mit Menu aus Food-Waste-Gemüse ein

Die Stadt Luzern und der Kanton Luzern wollen die Lebensmittelverschwendung reduzieren und lancieren dafür den Themenmonat "Luzern tischt auf". Höhepunkt ist ein öffentliches Festessen aus nicht verkäuflichem Gemüse für rund 1000 Personen.

Verteidiger Nathan erlöst den FCZ
Sport

Verteidiger Nathan erlöst den FCZ

In der 1. Hauptrunde des Schweizer Cup hat sich der FC Zürich aus einer heiklen Lage befreit. Innenverteidiger Nathan erzielte in der 83. Minute das Zürcher Siegestor zum 2:1 bei Black Stars Basel.

Ehemaliger Schweizer Meister Villars HC am Ende
Sport

Ehemaliger Schweizer Meister Villars HC am Ende

Der traditionsreiche Villars HC zieht seine 1.-Liga-Mannschaft für die kommende Saison wegen zu wenig Spielern zurück. Nach dem kurzfristigen Rückzug des Walliser Klubs, der 1963 und 1964 Schweizer Meister geworden ist, steigt aus der Westgruppe der 1. Liga Ende Saison kein Klub ab.

Von Auto in Immensee angefahren: Velofahrer schwer verletzt
Regional

Von Auto in Immensee angefahren: Velofahrer schwer verletzt

Ein 54-jähriger Velofahrer ist bei einem Unfall am Sonntag gegen 17.45 Uhr in Immensee schwer verletzt worden. Er stürzte, weil ein 75-jähriger Autolenker auf der Artherstrasse von hinten in ihn hinein fuhr.