Trump hält trotz Revolte-Gerüchten am Vize-Justizminister fest


Roman Spirig
International / 08.10.18 21:00

US-Präsident Donald Trump hat - zumindest vorerst - Spekulationen ein Ende gesetzt, er wolle den für die Russland-Untersuchungen zuständigen Vize-Justizminister Rod Rosenstein feuern.

Trump hält trotz Revolte-Gerüchten am Vize-Justizminister fest  (Foto: KEYSTONE / AP / John Raoux)
Trump hält trotz Revolte-Gerüchten am Vize-Justizminister fest (Foto: KEYSTONE / AP / John Raoux)

Auf die Frage, ob er vorhabe, Rosenstein zu entlassen, sagte Trump am Montag in Washington: "Nein, das habe ich nicht vor. Nein."

Aus dem Weissen Haus hiess es, Trump habe sich bei einem anschliessenden Flug zu einer Veranstaltung nach Florida an Bord der Regierungsmaschine mit Rosenstein und anderen zu einem 45-minütigen Gespräch zusammengesetzt. Der Vize-Justizminister begleitete Trump zu einer Tagung von Polizeichefs in Orlando.

Bei seiner Rede dort sagte Trump später, er habe ein "sehr gutes Gespräch" mit Rosenstein gehabt. Näher äusserte sich der US-Präsident nicht. Er spielte aber an auf das grosse Medieninteresse an der Personalie. "Das ist zu einer grossen Geschichte geworden, Leute."

Seit Wochen wird über eine mögliche Entlassung Rosensteins spekuliert. Hintergrund war ein Bericht der "New York Times", wonach Rosenstein intern vorgeschlagen haben soll, Trump heimlich abzuhören und einen Prozess zur vorzeitigen Absetzung des Präsidenten in Gang zu setzen.

Rosenstein hatte den Bericht dementiert. Trump hatte aber erklärt, er wolle sich mit Rosenstein treffen, um zu hören, was er zu sagen habe. Das Gespräch war mehrfach verschoben worden.

Aus dem Weissen Haus hiess es, Trump und Rosenstein hätten bei ihrem Gespräch nun unter anderem über die Tagung in Florida geredet und über Belange der Strafverfolgungsbehörden. Mit dabei sei neben anderen Stabschef John Kelly gewesen.

Rosenstein hat die Aufsicht über die Russland-Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller, die Trump unter Druck setzen. Das Team untersucht, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gegeben hat.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schauspieler Bruno Ganz 77-jährig gestorben
Schweiz

Schauspieler Bruno Ganz 77-jährig gestorben

Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren in seinem Heim in Zürich, wie sein Management am Samstag mitteilte. Ganz erlag einem Krebsleiden.

Grosser Schaden nach Feuer in Geschäftshaus in Näfels
Regional

Grosser Schaden nach Feuer in Geschäftshaus in Näfels

Ein Feuer hat heute Freitag in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstrasse in Näfels grossen Schaden angerichtet. Verletzt wurde nach Angaben der Kantonspolizei Glarus niemand.

Jonas Projer verlässt die
Schweiz

Jonas Projer verlässt die "Arena" und geht zu Ringier

Journalist und "Arena"-Moderator Jonas Projer verlässt Schweizer Radio und Fernsehen SRF und geht zum Medienhaus Ringier. Er wird in der Blick-Gruppe die Leitung des "Projekts Blick TV" übernehmen. Die Stelle tritt er spätestens am 1. September an.

Front der Gemeinden gegen die Luzerner Finanzreform wächst
Regional

Front der Gemeinden gegen die Luzerner Finanzreform wächst

Die Zahl der Gemeinden, die die Abstimmung über die Aufgaben- und Finanzreform (AFR18) des Kantons Luzern bis 2020 aufschieben will, wächst. Das Komitee, dem elf Gemeinden angehören, will die Reform bekämpfen und die Vorlage rechtlich prüfen.