Thailändische Ärzte zufrieden mit Gesundheit der Höhlenjungen


Roman Spirig
International / 11.07.18 13:34

Die aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jungen Fussballspieler und ihr Trainer haben die lange Zeit unter der Erde nach Aussage ihrer Ärzte gut überstanden. Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong hob ihren "sehr guten mentalen Zustand" hervor.

Thailändische Ärzte zufrieden mit Gesundheit der Höhlenjungen  (Foto: KEYSTONE / AP / Sakchai Lalit)
Thailändische Ärzte zufrieden mit Gesundheit der Höhlenjungen (Foto: KEYSTONE / AP / Sakchai Lalit)

"Das ist wahrscheinlich deshalb, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft", sagte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Spital. "Alle von ihnen sind bei guter körperlicher Gesundheit, ohne irgendein Fieber oder schwere Infektionen. Nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen", sagte Thongchai.

Die ganze Gruppe - zwölf Knabenim Alter zwischen 11 und 16 und ihr 25-jähriger Trainer - würden bis zu eine Woche im Spital bleiben, um ihre weitere Behandlung sicherzustellen.

Deshalb können die Nachwuchsfussballer auch nicht zum WM-Finale am Sonntag in Moskau reisen, zu dem sie Fifa-Präsident Gianni Infantino eingeladen hatte. Die Ärzte versicherten aber, dass sie das Spiel im Fernsehen sehen könnten.

Einer der Spieler, die am Sonntag im Luschniki-Stadion um den Weltpokal kämpfen werden, übermittelte bereits Grüsse von Russland nach Thailand: Mittelfeld-Star Paul Pogba twitterte, dass er den 1:0-Halbfinalsieg seiner Franzosen gegen Belgien den geretteten Jugendlichen widme: "Dieser Sieg geht an die Helden des Tages, gut gemacht Jungs, ihr seid so stark."

Aus aller Welt treffen Glückwünsche ein. Zu den ersten Gratulanten gehörte US-Präsident Donald Trump. Er schrieb auf Twitter: "Was für ein schöner Moment - alle befreit, grossartige Arbeit!"

Das Jugend-Fussballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1000 Kilometer nördlich von Bangkok von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen, in denen es keinerlei Lebenszeichen gab, wurden die Jungen und ihr Trainer von Höhlentauchern entdeckt. Die Rettung wurde zu einem Kampf gegen Wetter und Zeit. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison mit häufigen heftigen Regenfällen.

Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Keiner der Fussballer hatte Erfahrung im Tauchen, weshalb sie von Profis ins Schlepptau genommen wurden. Manche Stellen in der Höhle waren extrem eng. Das Kernteam der Retter bestand aus mindestens 19 Spezialtauchern, die meisten kamen aus dem Ausland.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Lohn von Sika-Chef Paul Schuler beträgt 3,87 Millionen Franken
Wirtschaft

Lohn von Sika-Chef Paul Schuler beträgt 3,87 Millionen Franken

Sika-Chef Paul Schuler hat 2018 einen Lohn von 3,87 Millionen Franken bekommen. Das ist mehr als die 3,37 Millionen, die er 2017 erhalten hatte. Schuler übernahm den Chefposten allerdings erst im Juli 2017, zuvor war er Regionalleiter für Europa, Naher Osten und Asien und Mitglied der Konzernleitung gewesen.

Sika mit Rekord-Gewinn
Wirtschaft

Sika mit Rekord-Gewinn

Rekord mit Ankündigung: Die Zuger Bauchemieherstellerin Sika hat 2018 das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum trugen alle Regionen, Investitionen in neue Fabriken und Ländergesellschaften sowie nicht zuletzt vier Übernahmen bei.

Je zwei Skorerpunkte für Josi und Niederreiter
Sport

Je zwei Skorerpunkte für Josi und Niederreiter

Nino Niederreiter und Roman Josi boten in der Nacht auf Freitag in der NHL starke Leistungen. Beide erzielten je ein Tor und einen Assist und verhalfen ihren Teams damit zu Siegen.

Demokraten wollen Trumps Notstandserklärung im Kongress anfechten
International

Demokraten wollen Trumps Notstandserklärung im Kongress anfechten

Die Demokraten im US-Kongress wollen am heutigen Freitag eine Resolution gegen die Notstandserklärung von US-Präsident Donald Trump zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko einbringen. Sie argumentieren, die Notstandserklärung untergrabe die Gewaltenteilung zwischen Parlament und Präsident.