Tessin und Uri regeln Gotthard-Zuständigkeit: Uri hat den Lead


Roman Spirig
Regional / 18.06.19 16:49

Bei einem Unfall im Gotthard-Strassentunnel gewährleistet die Kantonspolizei Uri auch weiterhin die Verkehrsführung. Darauf haben sich Uri und der Kanton Tessin in einer neuen Vereinbarung über die Polizeizusammenarbeit im Gotthard-Strassentunnel geeinigt.

Tessin und Uri regeln Gotthard-Zuständigkeit: Uri hat den Lead (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)
Tessin und Uri regeln Gotthard-Zuständigkeit: Uri hat den Lead (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)

Die Vereinbarung zwischen den beiden Kantonen regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Polizeitätigkeit im Gotthard-Strassentunnel auf dem Gebiet des Nachbarkantons, wie die Kantone am Dienstag mitteilten. Sie ersetzt das bestehende Vertragswerk aus dem Jahr 2011.

Nötig wurde die Anpassung unter anderem, weil die Urner Einsatzzentrale in Göschenen aufgehoben wurde und die Alarmierung nun aus dem 30 Kilometer entfernten Flüelen erfolgt, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage sagte.

Die Vereinbarung hält fest, dass die Verkehrsführung im Ereignisfall trotzdem weiterhin durch die Kantonspolizei Uri gewährleistet wird. Deren Einsatzzentrale alarmiert und bietet Ereignisdienste auf.

Zudem sei nun explizit im Vertrag festgehalten, dass die Polizeiorgane im Funkverkehr den gemeinsamen Polycom-Kanal für den Gotthard-Strassentunnel nutzen. Weiter habe man sich über die Zuständigkeiten polizeilicher Aufgaben wie Überwachung und Kontrolle des Verkehrs oder Anordnungen zur Wahrung der Verkehrssicherheit geeinigt. Der Vertrag regelt auch finanzielle Belange, hier habe sich keine Änderung ergeben.

Die bisherige Zusammenarbeit habe sich bewährt, heisst es in der Mitteilung. Die Grundzüge der Vereinbarung blieben unverändert. Die überarbeitete Verwaltungsvereinbarung tritt rückwirkend per 1. Mai 2019 in Kraft.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Sparkasse Schwyz steigert Halbjahreszahlen
Regional

Sparkasse Schwyz steigert Halbjahreszahlen

Die Sparkasse Schwyz hat im ersten Halbjahr 2019 dank eines starken Zinsgeschäfts den Gewinn um fast 10 Prozent auf 2,4 Millionen Franken gesteigert. Dagegen nahmen die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und aus dem Handelsgeschäft ab.

Vorwürfe wegen sexullen Missbrauchs: R. Kelly muss in Haft bleiben
International

Vorwürfe wegen sexullen Missbrauchs: R. Kelly muss in Haft bleiben

Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte amerikanische Sänger R. Kelly muss nach erneuten Vorwürfen vorerst in Haft bleiben. Ein Richter in Chicago lehnte es am Dienstag ab, den Musiker ("I Believe I Can Fly") gegen Kaution freizulassen.

Baderatten von Brunnen erhalten neues Strandbad
Regional

Baderatten von Brunnen erhalten neues Strandbad

Aus dem in die Jahre gekommenen Strandbad Hopfräben in Brunnen wird eine Seerose: Der Gemeinderat hat entschieden, die alten Gebäude abzureisen und einen Neubau zu errichten sowie die Aussenanlagen zu sanieren. Das Projekt "Seerose" gewann den Studienauftrag.

Kanton zahlt an Fusion von Hitzkirch und Altwis 2,4 Millionen
Regional

Kanton zahlt an Fusion von Hitzkirch und Altwis 2,4 Millionen

Der Kanton Luzern zahlt 2,4 Millionen Franken an die Fusion der Gemeinden Hitzkirch und Altwis. Die Fusion macht laut dem Regierungsrat Sinn. Die vereinten Gemeinderäte sind mit dem gesprochenen Beitrag einverstanden. Der Zusammenschluss ist 2021 vorgesehen.