Tausende von Kindern begleiteten Eltern an den Arbeitsplatz


Roman Spirig
Schweiz / 08.11.18 17:54

In der Schweiz haben heute Donnerstag Tausende von Mädchen und Knaben ihre Eltern an den Arbeitsplatz begleitet oder sich an Spezialprojekten beteiligt. Für Furore gesorgt hat gemäss dem Nationalen Zukunftstag vor allem das Programm "Ein Tag als Chefin".

Tausende von Kindern begleiteten Eltern an den Arbeitsplatz  (Foto: KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE)
Tausende von Kindern begleiteten Eltern an den Arbeitsplatz (Foto: KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE)

3880 Betriebe, Organisationen, Berufsfachschulen und Hochschulen haben am Donnerstag ihre Türen geöffnet und interessierten Mädchen und Knaben die Vielfalt der Berufswelt entdecken lassen.

Einen Tag lang schnupperten die Kinder und Jugendlichen Berufsluft in Bereichen, die für sie bis jetzt unbekannt waren, um ihren Berufshorizont zu erweitern. Auch die Agentur Keystone-SDA bot einer Gruppe von Kindern Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit einer Nachrichtenagentur zu bekommen und dabei das Bundeshaus von innen kennen zu lernen.

Seit 18 Jahren zeigt der Projekttag jungen Menschen Perspektiven auf und ist zu einem bekannten und fest installierten Aktionstag geworden, wie die Organisation Nationaler Zukunftstag mitteilte.

2850 Unternehmen hatten sich dieses Jahr beim Grundprogramm registriert und Kinder von Mitarbeitenden eingeladen und sich für den beruflichen Nachwuchs engagiert. Da die Registrierung fakultativ war, dürfte die effektive Zahl der engagierten Unternehmen noch um einiges höher gewesen sein.

Insgesamt wurden 6600 Projektplätze angeboten - 1030 Betriebe, Fach- und Hochschulen führten ein Spezialprojekt durch. Besondere Beachtung habe das Programm "Ein Tag als Chefin" gefunden, hiess es. Rund 150 Führungsfrauen aus den verschiedensten Branchen hätten sich mit 500 Projektplätzen daran beteiligt.

So hätten zum Beispiel drei Schülerinnen einer 7. Klasse Bundesrätin Simonetta Sommaruga in ihrem Alltag begleitet. "Ich möchte die Mädchen motivieren, dass sie später den Sprung wagen und Führungsverantwortung wahrnehmen", liess sich die Justizministerin in der Mitteilung zitieren.

Der Schweizerische Baumeisterverband lancierte das Projekt "Mädchen - bauen - los!", um bei Mädchen das Interesse für die Bauberufe zu wecken. Für männliche Teilnehmende habe es neu Projekte wie "Ein Tag als Florist" oder "Ein Tag als Podologe" gegeben. Rasch ausgebucht gewesen seien die Themen "Abenteuer Schule geben", "Ein Tag als Pflegefachmann" sowie "Ein Tag als Profibetreuer in der Kita".

Der Zukunftstag ist ein Projekt der Gleichstellungsfachstellen und -kommissionen von 18 Kantonen sowie den Städten Bern und Zürich und des Fürstentums Liechtenstein. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

ZSC Lions und Lugano ausgeschieden
Sport

ZSC Lions und Lugano ausgeschieden

Die ZSC Lions und Lugano sind in der Champions Hockey League in den Achtelfinals ausgeschieden. Gegen Kärpät Oulu, respektive Frölunda Göteborg verloren die beiden Schweizer Vertreter nach ihren Unentschieden in den Hinspielen mit einem Tor Differenz.

Der Status Weltcup zum 10-Jahr-Jubiläum
Sport

Der Status Weltcup zum 10-Jahr-Jubiläum

Der CSI Basel begeht sein 10-Jahr-Jubiläum vom 10. bis 13. Januar 2019 nicht nur in der rundum erneuerten St. Jakobshalle, sondern auch erstmals mit dem Status eines Weltcup-Turniers.

Die Edmonton Oilers entlassen den Headcoach
Sport

Die Edmonton Oilers entlassen den Headcoach

Die Edmonton Oilers, Viertletzte in der Western Conference der NHL, haben sich von Headcoach Todd McLellan getrennt. Neuer Chef an der Bande wird Ken Hitchcock. Der 66-jährige Kanadier arbeitete zuletzt von 2011 bis 2017 für die St. Louis Blues.

Wie Everberg die Hilfe von Klingberg beim EVZ braucht:
Sport

Wie Everberg die Hilfe von Klingberg beim EVZ braucht: "Ich hätte mich fast verlaufen"

Dennis Everberg ist gut in Zug angekommen. Beim ersten Heimspiel gleich 2 Tore gebucht. So ganz findet er sich allerdings in der Bossard Arena noch nicht zu recht, wie er uns erzählt. Er ist froh, dass er auf Landsmann Klingberg zählen kann, der ihm den Weg zeigt.