Standesinitiative statt Volksinitiative zu Bär und Wolf in Uri


Roman Spirig
Regional / 14.09.18 10:08

Der Urner Regierungsrat stuft die kantonale Volksinitiative "Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri" als teilweise ungültig und als weitgehend wirkungslos ein. Weil der Handlungsspielraum des Kantons bei Bär und Wolf nur klein sei, will er direkt beim Bund intervenieren und schlägt dazu in einem Gegenvorschlag eine Standesinitiative vor.

Standesinitiative statt Volksinitiative zu Bär und Wolf in Uri  (Foto: KEYSTONE /  / )
Standesinitiative statt Volksinitiative zu Bär und Wolf in Uri (Foto: KEYSTONE / / )

Das Volksbegehren war von über zehn Prozent der Stimmberechtigten unterzeichnet worden. Dass es teilweise ungültig sei und die Wirkungen bei einer Annahme nur marginal seien, sei aus politischer und direktdemokratischer Sicht nicht befriedigend, schreibt der Regierungsrat in seiner am Freitag veröffentlichten Botschaft an den Landrat.

Der Regierungsrat möchte deswegen der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenüberstellen. Der Kanton Uri solle beim Bund eine Standesinitiative "Zur Regulierung von Grossraubtieren" einreichen, schreibt er. Damit könnten sich die Urner Stimmbürger umfassend zum Thema äussern. Bei einer Annahme wäre das Anliegen auf der richtigen Stufe, nämlich beim Bund, platziert. Die Schwachpunkte der Initiative könnten beseitigt werden.

(sda)



  • Aus dem Radio Central live Programm: Central Reporter André Schelbert berichtet über die Volksinitative, die zur Standesinitiative "Bär und Wolf" werden soll. 

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