Sieg für Di Grassi, Buemi Fünfter, Titelentscheidung vertagt


Roman Spirig
Regional / 10.06.18 20:05

Der amtierende Formel-E-Meister Lucas Di Grassi gewann das Formel-E-Rennen in Zürich vor dem Briten Sam Bird und dem Belgier Jérôme d'Ambrosio. Sébastien Buemi wurde Fünfter.

Sieg für Di Grassi, Buemi Fünfter, Titelentscheidung vertagt  (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Sieg für Di Grassi, Buemi Fünfter, Titelentscheidung vertagt (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Buemi schafft es beim Heimrennen nicht aufs Podium(Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
Buemi schafft es beim Heimrennen nicht aufs Podium(Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
(Foto: KEYSTONE / CYRIL ZINGARO)
(Foto: KEYSTONE / CYRIL ZINGARO)

Das erste Rennen in der Schweiz seit 1954 und dem Verbot von Rundstreckenrennen nach der Le-Mans-Katastrophe 1955 mit 86 Todesopfern war geprägt von Gelbphasen, Strafen und vielen Überholmanövern.

Entscheidendes passierte Mitte des Rennens während einer Gelbphase: Nicht weniger als fünf Piloten waren dabei zu schnell unterwegs und wurden mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Es betraf André Lotterer an 2. Stelle liegend, Pole-Mann Mitch Evans (3.), Sébastien Buemi (4.), José-Maria Lopez (6.) und Jean-Eric Vergne (8.).

Grosser Profiteur war neben Lucas Di Grassi, der seinen 7. Formel-E-Sieg feierte, vor allem Sam Bird. Der Brite konnte sich vom 5. in den 2. Platz verbessern und so die Entscheidung um Titel vertagen. Bird verkürzte vor den letzten zwei Rennen Mitte Juli in New York den Rückstand auf Leader Vergné um 17 auf 23 Punkte (140:163). Vergne beendete nach einem missglückten Qualifying (17.) und der Durchfahrtsstrafe seine Aufholjagd im 10. Rang.

Der von Position sechs gestartete Sébastien Buemi, mit 12 Triumphen Rekordsieger in der Formel E, verpasste das Podest als Fünfter um rund neun Sekunden.

Das Rennen in Zürich wurde von gegen 150'000 Zuschauern besucht. Das befürchtete Gewitter, was zum ersten Regenrennen in der Geschichte der Formel E geführt hätte, blieb aus.

(sda)