Sieg - Die Schweiz ist mit Holdener, Yule, Zenhäusern und Danioth das stärkste Team


Roman Spirig
Sport / 15.03.19 17:21

Die Schweizer Alpinen haben am Weltcup-Finale in Soldeu ihren Status als stärkste Mannschaft zementiert. Ramon Zenhäusern, Wendy Holdener, Daniel Yule und Aline Danioth gewannen den Team-Wettkampf vor Norwegen und Deutschland.

Sieg - Die Schweiz ist mit Holdener, Yule, Zenhäusern und Danioth das stärkste Team (Foto: KEYSTONE / EPA / CHRISTIAN BRUNA)
Sieg - Die Schweiz ist mit Holdener, Yule, Zenhäusern und Danioth das stärkste Team (Foto: KEYSTONE / EPA / CHRISTIAN BRUNA)

Am Ende stand die Schweizer Equipe auch in Soldeu zuoberst auf dem Siegertreppchen - wie im Vorjahr an den Olympischen Spielen in Südkorea und vor einem Monat an der WM in Are. Der neuerliche Schweizer Team-Erfolg hing aber an einem seidenen Faden. Dies zum einen deshalb, weil die Schweiz im Viertelfinal die hohe Hürde Schweden nehmen musste (was sie dank der besseren Laufzeiten tat). Zum anderen, weil Ramon Zenhäusern im Final gegen Norwegen einer seiner raren Ausrutscher unterlief.

Der Walliser Parallelspezialist, der die Doppelblock-Technik wie kein Zweiter beherrscht und auf dem Weg in die Endausmarchung der gewohnt sichere Punktelieferant war, patzte im Final in seinem Duell mit Leif Kristian Nestvold-Haugen in Führung liegend. So sahen sich Wendy Holdener und Daniel Yule vor ihren Läufen mit einem 0:2 konfrontiert, das sie schliesslich mit Siegen gegen Mina Holtmann und Sebastian Foss-Solevaag ausglichen und dank der guten Laufzeiten zum knappen Erfolg drehten. Holdener gewann abermals sämtliche Läufe.

"Das musste mir ja mal passieren", sagte Zenhäusern nach seinem erst dritten verlorenen Parallel-Duell auf Weltcup-Stufe bei 21 Siegen, während Holdener ansprach, was der Schweiz doch zum Triumph verhalf: "Wir zeigten, dass ein anderer einspringt, wenn der eine mal ausfällt."

Mit dem insgesamt vierten Team-Erfolg an Weltcup-Finals untermauerte die Schweiz ihren Status als Nummer 1 in dieser Disziplin. Holdener und Zenhäusern hatten die Schweiz auch schon zu Olympia- und WM-Gold geführt. Keine Rolle spielten für einmal die Österreicher. Die WM-Zweiten, die nicht in Bestbesetzung und ohne Marcel Hirscher antraten, scheiterten im Viertelfinal sang- und klanglos an Kanada (0:4).

Ohnehin verzichteten mehrere Topfahrer auf die Teilnahme am Wettkampf, welcher der Schweiz in der Nationenwertung 400 Punkte einbrachte, ohne dass sich an der seit nunmehr 30 Jahren bestehenden Hierarchie mit Österreich an der Spitze etwas änderte. Zu den prominenten Abwesenden gehörten neben Hirscher Mikaela Shiffrin, Alexis Pinturault, Henrik Kristoffersen und Petra Vlhova.

Dabei sind praktisch alle Kugel-Entscheidungen in den am Wochenende anstehenden letzten Saisonrennen in den technischen Disziplinen bereits gefallen. Einzig im Riesenslalom der Frauen steht die Vollzugsmeldung noch aus. Shiffrin startet dort am Sonntag mit einer Reserve von 97 Punkten auf Vlhova. Das zeigt: Der Team-Wettkampf kämpft auch 13 Jahre nach seiner Institutionalisierung am Weltcup-Finale um seine Akzeptanz.

(sda)


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