SBB investieren über 46 Millionen Franken in Aussenreinigung


Roman Spirig
Schweiz / 06.11.18 11:45

Die SBB werden bis 2023 über 46 Millionen Franken in die Aussenreinigung ihrer Züge investiert haben. Gleichzeitig verstärken sie die Massnahmen im Kampf gegen Vandalismus-Schäden an den Zügen.

SBB investieren über 46 Millionen Franken in Aussenreinigung  (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)
SBB investieren über 46 Millionen Franken in Aussenreinigung (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)

35 Millionen Franken haben die SBB in den vergangenen acht Jahren schweizweit in ihre Zugreinigungsanlagen investiert. Für weitere elf Millionen Franken werden bis 2023 die Waschanlagen in Zürich-Herdern und Genf erneuert und energieeffizienter gemacht.

Täglich rolle alle 15 Minuten ein Fahrzeug in eine der zehn Zug-Waschanlagen in Basel, Zürich, Luzern, Genf, Oberwinterthur, Rorschach, Bellinzona, Brig oder Biel. Jährlich würden in diesen 90 bis 130 Meter langen Hallen rund 277'000 Wagenkasten aussen gereinigt. Im Durchschnitt werde ein Zug einmal pro Woche gewaschen.

Die neuste Reinigungsanlage ist laut den SBB in diesen Tagen in Brig in Betrieb genommen worden, wo zehn Millionen Franken investiert wurden. In der neuen, 90 Meter langen Halle, können einstöckig und doppelstöckige Kompositionen bis zu einer Länge von 300 Metern gewaschen werden.

Die Anlage reinige jährlich rund 3600 Züge beziehungsweise gegen 25'000 Wagenkasten. Dank der neuen Waschtechnik würden die Züge sauberer, zudem könne ein Drittel des Waschwassers wiederverwendet werden. Pro Jahr seien das rund 12,5 Millionen Liter Wasser, was rund fünf olympischen 50-Meter-Schwimmbecken entspreche.

Verstärkt werden soll auch der Kampf gegen Vandalismus, dessen Schäden sich mit steigender Tendenz jährlich auf weit über fünf Millionen Franken belaufen, wie die SBB weiter mitteilten.

Jeder Schaden und jedes Graffiti verursache Koste, die von der Allgemeinheit getragen werden müssten. Sie führten zudem dazu, dass das betroffene Fahrzeug innert 24 Stunden aus dem Verkehr gezogen werden müsse. Den Kunden stünden als Konsequenz daraus jeweils weniger Sitzplätze zur Verfügung.

Um den Sauberkeits-Standard hochzuhalten, wollen die SBB die Überwachung der in den Gleisfeldern abgestellten Zug-Kompositionen nochmals verstärken. Zudem werden alle Vandalismus-Schäden in jedem Fall angezeigt. Die SBB weisen auch darauf hin, dass das Betreten des Gleisfeldes verboten ist und sich die Leute in Lebensgefahr begeben.

Für mehr News - hier klicken

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Unbekannte klauen in Attinghausen UR Autonummern
Regional

Unbekannte klauen in Attinghausen UR Autonummern

Unbekannte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Attinghausen die Kontrollschilder von acht Fahrzeugen abgerissen und geklaut. Von den Tätern fehlt jegliche Spur, die Polizei sucht nun Zeugen, wie sie am Montag mitteilte.

Menschen und auch Hunde sorgen für Sicherheit der WEF-Gäste
Schweiz

Menschen und auch Hunde sorgen für Sicherheit der WEF-Gäste

Die Sicherheit der Gäste hat am World Economic Forum (WEF) oberste Priorität. Dafür besorgt sind vorwiegend Menschen, aber auch Hunde. Am Flughafen Zürich checken die Vierbeiner beispielsweise jeden Auto-Konvoi, der hochrangige Persönlichkeiten nach Davos bringt.

Djokovic nach Viersatz-Sieg im Viertelfinal
Sport

Djokovic nach Viersatz-Sieg im Viertelfinal

Wie in der Runde zuvor verlor der Topfavorit und Weltranglistenerste Novak Djokovic auch im Achtelfinal des Australian Open einen Satz. Dennoch setzte sich der Serbe ohne grössere Probleme 6:4, 6:7 (5:7), 6:2, 6:3 gegen den als Nummer 15 gesetzten Russen Daniil Medwedew durch. Der 22-Jährige aus Moskau hielt zweieinhalb Sätze lang hervorragend mit, ehe er körperlich abbaute.

UBS-Datenklau: Verurteilung zu mehrjähriger Freiheitsstrafe
Schweiz

UBS-Datenklau: Verurteilung zu mehrjähriger Freiheitsstrafe

Das Bundesstrafgericht hat einen früheren UBS-Mitarbeiter zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten sowie einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Die Bundesanwaltschaft hatte vier Jahre und eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen gefordert.