Nach Kritik: Calamnius tritt aus Kulturkommission der Stadt Zug zurück


Roman Spirig
Regional / 28.11.19 13:22

Die Diskussionen um eine Stipendiumsvergabe durch die Stadtzuger Kulturkommission hat personelle Konsequenzen. Anu-Maaria Calamnius-Puhakka trete per sofort aus der Kommission zurück, teilte die Stadt Zug am Donnerstag mit.

Nach Kritik: Calamnius tritt aus Kulturkommission der Stadt Zug zurück (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Nach Kritik: Calamnius tritt aus Kulturkommission der Stadt Zug zurück (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Calamnius-Puhakka gehörte dem Gremium seit 2016 an. Sie begründe ihre Demission mit den Geschehnissen der letzten Wochen, heisst es in der Mitteilung.

Calamnius-Puhakka war von der Kommission ein Stipendium für einen dreimonatigen Atelieraufenthalt in Genua vergeben worden. Dies löste Kritik und Diskussionen um die Kulturförderung der Stadt Zug aus. Calamnius-Puhakka verzichtete schliesslich auf einen Aufenthalt in Genua.

Calamnius-Puhakka ist Kulturvermittlerin und Kulturmanagerin. Sie war beim Entscheid der Kulturkommission, sie für den Atelieraufenthalt zu berücksichtigen, nach Angaben des Stadtrates in Ausstand getreten. Dieser bezeichnete gegenüber dem Stadtparlament die Vergabe eines Atelieraufenthalts an ein Kommissionsmitglied als rechtens, aber unsensibel.

Neben Calamnius-Puhakka treten zwei weitere Mitglieder, nämlich Oliver Frey und Roland Dahinden, aus der Kulturkommission zurück, nach Angaben der Stadt Zug aber aus anderen Gründen als ihre Kollegin. Frey, der der Kommission seit 2009 angehöre, habe seine Demission schon früher angekündigt, heisst es in der Mitteilung. Dahinden, der der Kommission seit 2017 angehöre, könne seine Tätigkeit als Musiklehrer mit seinem Engagement bei der Kulturkommission nicht länger vereinbaren.

(sda)


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