Miami: Federer per Express zum 101. Turniersieg


Roman Spirig
Sport / 31.03.19 22:06

Roger Federer hat in Miami im Eiltempo seinen 101. ATP-Titel errungen. Der 37-Jährige gewann den Final gegen den angeschlagenen Amerikaner John Isner in etwas mehr als einer Stunde 6:1, 6:4.

Miami: Federer per Express zum 101. Turniersieg (Foto: KEYSTONE / EPA / JASON SZENES)
Miami: Federer per Express zum 101. Turniersieg (Foto: KEYSTONE / EPA / JASON SZENES)

Dank seinem zweiten Turniersieg in diesem Jahr und dem Finaleinzug in Indian Wells vor zwei Wochen übernimmt Federer vor Beginn der Sandsaison im Jahresranking die Spitze. In der Weltrangliste wird er am Montag Dominic Thiem wieder überholen und vom 5. auf den 4. Platz vorrücken. Nach 20 ATP-Turnieren in diesem Jahr ist Federer der erste mit zwei Triumphen.

Ungeachtet des physischen Handicaps seines Gegners, das sich mit zunehmender Spieldauer akzentuierte, realisierte Federer seinen ersten Turniersieg auf Masters-1000-Stufe seit eineinhalb Jahren in beeindruckender Manier. Für den Gewinn des ersten Satzes, in welchem Isner das Problem im linken Fussgelenk noch nicht anzumerken war, benötigte der Schweizer nur gerade 24 Minuten.

Gleich im ersten Game nahm Federer Isner den Service ein erstes Mal ab. Wenig später marschierte er mit zwei weiteren Breaks zum Satzgewinn. Das alles gelang Federer gegen einen, dessen grosse Stärke im Aufschlag liegt, der auf dem Weg in den Final 98 Asse geschlagen und 9 seiner 10 Sätze im Tiebreak gewonnen hat.

Wie in den Runden zuvor lieferte Federer nach dem harzigen Turnierstart mit dem Satzverlust gegen Radu Albot im umfunktionierten Football-Stadion Eindrückliches ab. Er blieb bei eigenem Service unangetastet und retournierte exzellent. Hatte er die Aufgabe beim Aufschlag von John Isner vor der Partie mit jener eines Fussball-Goalies beim Penaltyschiessen verglichen, parierte er die Geschosse des 2,08-Meter-Manns mit scheinbarer Leichtigkeit.

Auch weil sich bei Isner ein Problem im linken Fussgelenk bemerkbar machte, konnte sich der Sieger der letztjährigen Miami-Derniere auf Key Biscayne zu keiner Zeit Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung machen. Eine medizinische Behandlung Mitte des zweiten Satzes brachte keine Besserung und keinen Umschwung. Zwischen den Ballwechseln humpelnd musste sich Isner schliesslich zum 4:6 breaken lassen.

Nach Daniil Medwedew, Kevin Anderson und Denis Shapovalov fand auch Isner kein Mittel gegen den glänzend aufspielenden Federer. Trotz seiner Service-Waffe sah sich der Weltranglisten-Neunte überwiegend in die Defensive gezwungen - alles andere als die Stärke des etwas ungelenken "Big John", schon gar nicht mit lädiertem Fuss.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Gut geplant den Osterstau auf Schweizer Strassen umfahren
Schweiz

Gut geplant den Osterstau auf Schweizer Strassen umfahren

Wer sich die Ostertage nicht mit nervigen Stunden im Stau verderben will, sollte sich Zeit nehmen für die Reiseplanung. Wer kann, fährt am besten bereits am Mittwoch oder am frühen Donnerstagmorgen los.

74-jähriger Traktorfahrer im Glarnerland tödlich verunfallt
Regional

74-jähriger Traktorfahrer im Glarnerland tödlich verunfallt

In Engi im Glarnerland ist heute ein 74-jähriger Lenker mit einem landwirtschaftlichen Traktor tödlich verunglückt. Das Fahrzeug überschlug sich auf einem steilen Bord.

Auftakt zu letzter
International

Auftakt zu letzter "Game of Thrones"-Staffel bricht Zuschauerrekord

Die erste Folge der achten "Game of Thrones"-Staffel hat bei der Erstausstrahlung im Sender HBO gleich mehrere Rekorde gebrochen. 17,4 Millionen Zuschauer sahen am Sonntag den Auftakt der letzten Staffel der Fantasy-Saga im Fernsehen oder online, wie HBO mitteilte.

Pariser Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen
International

Pariser Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen

Eine riesige Rauchsäule steht über einem der berühmtesten Wahrzeichen der Welt - der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt spricht von einem "fürchterlichen Brand".