Marquez nach 68. GP-Sieg vor dem 7. WM-Titel


Roman Spirig
Sport / 07.10.18 17:29

Marc Marquez machte mit seinem 68. GP-Triumph einen weiteren Schritt zu seinem 7. WM-Titel. Der Spanier gewann den Grand Prix von Thailand in Buriram hauchdünn vor seinem WM-Rivalen Andrea Dovizioso.

Marquez nach 68. GP-Sieg vor dem 7. WM-Titel  (Foto: KEYSTONE / EPA / RUNGROJ YONGRIT)
Marquez nach 68. GP-Sieg vor dem 7. WM-Titel (Foto: KEYSTONE / EPA / RUNGROJ YONGRIT)

In der Gesamtwertung liegt der 25-jährige spanische Honda-Fahrer vier Rennen vor Schluss 77 Punkte vor Ducati-Fahrer Dovizioso (271:194). Zum Vergleich: In den vergangenen zwei Jahren reichten dem siebenfachen Saisonsieger Marquez jeweils 298 Zähler zum Titel.

In einem packenden Rennen auf der neuen, 4,554 km langen Strecke im 400 km nordöstlich von Bangkok gelegenen Buriram begnügte sich Pole-Setter Marquez trotz komfortablem Punkte-Vorsprung nicht etwa damit, mit Rang 2 den Schaden in überschaubaren Grenzen zu halten. Im Gegenteil: Immer wieder griff er Leader Dovizioso an, der erst in der zweitletzten Runde das entscheidende Überholmanöver nicht mehr kontern konnte. "In der Vergangenheit habe ich sehr oft gegen Rennende die Duelle gegen Ducati verloren. Jetzt bin ich happy, dass mir die Revanche gelungen ist."

Für Tom Lüthi endete sein 14. MotoGP-Auftritt mit einer neuerlichen Enttäuschung: Mit fast 40 Sekunden Rückstand beendete der 32-jährige Emmentaler das Rennen im 20. Rang. In zwei Wochen in Motegi hat er die nächste Chance, erstmals MotoGP-Punkte zu gewinnen. 2019 kehrt Lüthi in die Moto2-WM zurück.

Ebenso enttäuschend verlief das Moto2-Rennen für Dominique Aegerter. Der von Platz 14 gestartete KTM-Fahrer klassierte sich mit 30 Sekunden Rückstand im 16. Rang. Zum letzten Punkterang, den der Finne Niki Tuuli eroberte, fehlten dem 28-jährigen Oberaargauer 3,9 Sekunden. "Alles ist einfach nur frustrierend, ich erreichte nicht einmal die Zeiten aus den freien Trainings, dazu hatte ich nicht zum ersten Mal technische Probleme und die Hitze mit 33 Grad machte mir auch zu schaffen."

Gewonnen wurde das fünftletzte Saisonrennen von WM-Leader Francesco Bagnaia. Der Italiener baute nach seinem neunten GP-Triumph seine WM-Führung auf Miguel Oliveira, der Dritter wurde, um neun auf 28 Punkte aus (259:231).

Ob Aegerter 2019 noch in der Moto2 fahren wird, ist mehr als fraglich. "Die Chancen sind sehr klein", bestätigte der 28-Jährige, der im Oktober 2006 in Estoril in der 125er-Kategorie sein erstes von 193 WM-Rennen bestritten hat, gegenüber Keystone-SDA. Er hat seine Fühler nun in untere Rennserien ausgestreckt, Verhandlungen mit Teams aus der Superbike- und Supersport-WM laufen. Auch ein Wechsel in den neuen, fünf Rennen umfassenden Moto-E-Weltcup ist möglich. Dort hat der in Thailand abwesende Jesko Raffin (Konzentration auf Moto2-EM) für 2019 bereits unterschrieben.

In der zweithöchsten Rennserie Superbike-WM wäre ein Platz bei einem der drei japanischen Honda-Werkteams denkbar, da sich Aegerter bei seinen Einsätzen in den Acht-Stunden-Rennen in Suzuka in Japan einen guten Namen gemacht hat. "Aber auch ein Wechsel zu einem konkurrenzfähigen Supersport-Team wäre reizvoll. Aegerter dazu: "Weil es keine Terminüberschreitungen gibt, könnte ich daneben die Moto-E-Rennen bestreiten. Aber wie gesagt: Alles ist so frustrierend und meine Resultate helfen bei den Verhandlungen auch nicht wirklich."

(sda)


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