Luzerner Regierungsrat bleibt rein männlich und bürgerlich


Roman Spirig
Regional / 19.05.19 15:07

Die Frauen und die Linke sind auch in den nächsten vier Jahren nicht in der Luzerner Kantonsregierung vertreten. Der parteilose Marcel Schwerzmann und Paul Winiker von der SVP schaffen gemäss Endresultat die Wiederwahl, Korintha Bärtsch (Grüne) hat das Nachsehen.

Luzerner Regierungsrat bleibt rein männlich und bürgerlich (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Regierungsrat bleibt rein männlich und bürgerlich (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Wie erwartet, erzielte Justiz- und Sicherheitsdirektor Winiker das beste Resultat. Er kam auf 65'887 Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er das absolute Mehr nur knapp verpasst.

Die Ausmarchung um den letzten der fünf Regierungsplätze fiel klar aus. Im Gegensatz zum ersten Wahlgang konnte sich Finanzdirektor Schwerzmann dieses Mal vor der grünen Herausforderin Bärtsch platzieren. Er kam auf 59'746 Stimmen, sie auf 51'640 Stimmen.

Die grüne Stadtluzernerin punktete vor allem in ihrer Wohngemeinde, wo sie von den drei Kandidierenden am meisten Stimmen machten. Dies reichte für die 34-Jährige aber nicht, um sich im bürgerlich tickenden Kanton durchzusetzen. Es sei zu früh für eine nachhaltige Politik im Kanton Luzern, sagte Bärtsch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Wahlbeteiligung betrug 40,8 Prozent. Damit nahmen deutlich weniger Luzerner Stimmberechtigte an den Wahlen teil als an den Abstimmungen über die Sachvorlagen, über die ebenfalls abgestimmt wurde.

Im ersten Wahlgang waren die bisherigen Regierungsräte Guido Graf und Reto Wyss (beide CVP) sowie der neue Fabian Peter (FDP) gewählt worden. Damit bleibt der Luzerner Regierungsrat weitere vier Jahre ein bürgerliches Männergremium.

Die SP hatte vor vier Jahren den traditionellen linken Sitz im Luzerner Regierungsrat an die SVP verloren. Sie zog nach dem ersten Wahlgang ihren Kandidaten zu Gunsten der grünen Kandidatin Bärtsch zurück. Diese konnte sich aber, trotz Erfolgen der Ökoparteien bei den Kantonsratswahlen, nun nicht durchsetzen.

(sda)


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