Luzern kann wieder gewinnen! Kein St. Galler Sieg zur Jubiläumsparty


Roman Spirig
Sport / 20.04.19 23:11

Das 140-Jahr-Jubiläum des FC St. Gallen ist sportlich missglückt: Der älteste Verein des europäischen Festlandes verlor vor ausverkauften Rängen gegen Angstgegner Luzern 1:2.

Luzern kann wieder gewinnen! Kein St. Galler Sieg zur Jubiläumsparty (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)
Luzern kann wieder gewinnen! Kein St. Galler Sieg zur Jubiläumsparty (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)

Vor allem ein Mann hatte etwas gegen die Festivitäten in der Ostschweiz: Marvin Schulz, der erstmals offensiv hinter der Spitze spielte. Der Deutsche schoss beide Tore nach Fehlern der wenig überzeugenden St. Galler Innenverteidigung. "Wir standen hinten konsequent und nutzten unsere Chancen. Ich habe erstmals in meiner Karriere in einer Spitzenliga doppelt getroffen", sagte Schulz.

Luzern fuhr nach fünf sieglosen Spielen wieder drei Punkte ein und tankte dank einer taktisch cleveren Mannschaftsleistung Moral für den Cup-Halbfinal vom Dienstag gegen Thun. St. Gallen verlor zum neunten Mal in Folge gegen Angstgegner Luzern und liess Durchschlagskraft und Abschlussvermögen vermissen. Tranquillo Barnettas Anschlusstor (92.) in einer hektischen Schlussphase kam zu spät.

Dabei hatte St. Gallen bei Partystimmung im ausverkauften Stadion vehement begonnen. Doch Torchancen erarbeiteten sich die ideenlosen Ostschweizer keine. Die Luzerner Abwehr war zu kompakt, diszipliniert und aufsässig. Als die auf Konter lauernden Gäste mutiger wurden, gaben sie durch die schlecht bewachten Christian Schwegler und Christian Schneuwly zwei Warnschüsse ab.

Innerhalb von zwei Minuten sank die Stimmung in der Arena. Zunächst schlenzte der im Abschluss zu zögernde Silvan Hefti den Ball nach einem Corner Tranquillo Barnettas an die Latte, und praktisch im Gegenzug verschätzte sich der 17-jährige Leonidas Stergiou nach einem langen Ball. Er liess Schulz ziehen - 0:1 statt 1:0. Und nachdem erneut Schulz einen Konter zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten Treffer abgeschlossen hatten, schwenkten vor allem noch die Luzerner Fans die Fahnen.

"Wir legten mit hohem Tempo los, konnten aber das erstrebenswerte Führungstor nicht erzielen. Nach dem 0:1 waren wir angeschlagen, das 0:2 hat uns den Stecker gezogen", haderte St. Gallens Trainer Peter Zeidler.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische
Schwingen

Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische

Der Sieg am gut besetzen Südwestschweizer Verbandsfest in Leukerbad ging wie erwartet an einen Gast. Der Berner Matthias Aeschbacher bezwang im Schlussgang den Freiburger Lario Kramer.

Maxim Lapierre verlässt Lugano!
Sport

Maxim Lapierre verlässt Lugano!

Nach dreieinhalb Jahren verlässt Maxim Lapierre (34) den HC Lugano. Die Tessiner gaben bekannt, dass der erst im letzten Dezember unterschriebene Vertrag bis 2021 im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde.

Mann in Zuger Toilette starb eines natürlichen Todes
Regional

Mann in Zuger Toilette starb eines natürlichen Todes

Der Mann, der am Sonntagmorgen leblos in einer öffentlichen Toilette in Zug aufgefunden wurde, ist eines natürlichen Todes gestorben. Das ergaben die Untersuchungen des Zürcher Instituts für Rechtsmedizin.

72-jährige Wanderin rollt in Lungern 200 Meter in den Tod
Regional

72-jährige Wanderin rollt in Lungern 200 Meter in den Tod

Eine 72-jährige Frau ist auf einer Bergwanderung in Lungern gestürzt und hat sich dabei tödlich verletzt. Die Frau aus dem Kanton Luzern rollte rund 200 Meter eine steile Grasflanke hinunter und verstarb noch auf der Unfallstelle.