Kaum Fragezeichen für Petkovic


Eliane Schelbert
Sport / 04.06.19 00:13

Das Estadio do Dragão, wo die Schweiz am Mittwoch im Halbfinal der Nations League auf Portugal trifft, ist weit weg. Ganz im Süden der Agglomeration von Porto, der zweitgrössten Stadt Portugals, an der Peripherie der Nachbarstadt Vilanova de Gaia, bereiten sich die Schweizer auf das Finalturnier vor.

Kaum Fragezeichen für Petkovic (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)
Kaum Fragezeichen für Petkovic (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)

Vor 17 Jahren wurde die Anlage "CTFD Porto Gaia" für rund 16 Millionen Euro gebaut. Gastrecht hat seither der FC Porto, der zwei Jahre später die Champions League gewann. Der Klub bezahlt für die Benutzung der modernen Anlage seit 2002 bescheidene 500 Euro im Monat.

Seit Montagabend ist das Gelände für ein paar Tage die (Trainings-)Heimat des Schweizer Nationalteams. Bei der ersten Einheit war auch Xherdan Shaqiri dabei. Er war nicht mit der Mannschaft nach Portugal geflogen, sondern mit einem Charter direkt aus England gekommen. Am Sonntag hatte Shaqiri bei der Siegerparade des FC Liverpool noch auf dem offenen Deck eines Busses getanzt.

Am Mittwoch müsse Shaqiri wieder bereit sein für eine neue Herausforderung, erwartet Nationalcoach Vladimir Petkovic von seinem Offensiv-Star. Wie Shaqiri steht auch Haris Seferovic wieder zur Verfügung. Beide hatten im März in den ersten zwei Spielen der EM-Qualifikation wegen Verletzungen gefehlt. Die beiden sind im Sturm gesetzt.

Personelle Fragezeichen hat Petkovic kaum. Wahrscheinlich ist, dass neben Shaqiri und Seferovic gegen Portugal Yann Sommer, Kevin Mbabu, Fabian Schär, Manuel Akanji, Ricardo Rodriguez, Granit Xhaka, Remo Freuler, Denis Zakaria und Steven Zuber zum Einsatz kommen.

Möglich wäre eine Nominierung von Edimilson Fernandes an Stelle von Freuler oder Zakaria. "Ich habe fünf gute Mittelfeldspieler, die um einen Platz kämpfen", sagte Petkovic. Letztlich hängt vieles davon ab, mit welchem System Petkovic spielen lässt. Gewählt hat er in den acht Spielen seit der WM in Russland nicht nur das gewohnte 4-2-3-1, sondern auch ein 3-5-2 oder ein 4-1-4-1.

(sda)


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