James Blunt macht nicht mehr nur aus Spass Musik


Roman Spirig
International / 23.10.19 12:01

James Blunt wird gern als Schmusesänger bezeichnet, obwohl der Brite zuletzt moderner und elektronischer daherkam. Auf seinem neuen Album "Once Upon a Mind" wird es wieder gefühlvoll - und persönlich.

James Blunt macht nicht mehr nur aus Spass Musik (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
James Blunt macht nicht mehr nur aus Spass Musik (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

Sein erster grosser Hit verfolgt ihn bis heute. Auf "You're Beautiful" besingt James Blunt 2005 eine grosse Liebe. Seitdem wird er als Schmusesänger und Romantiker abgestempelt. Auf Blunts sechstem Album "Once Upon A Mind" geht es erneut um grosse Gefühle - doch nicht alle sind romantisch.

Im Song "Monsters" etwa singt Blunt über die Beziehung zu seinem erkrankten Vater, der auf eine Spenderniere wartet. "Ich bin nicht dein Sohn. Du bist nicht mein Vater. Wir sind bloss zwei Erwachsene, die sich verabschieden", heisst es darin. "Es gibt keinen Grund zu vergeben. Keinen Grund zu vergessen. Ich kenne deine Fehler, und du kennst meine."

An diesem Lied habe er besonders lange gearbeitet, sagte Blunt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wenn du einen Song über das Lebensende deines Vaters schreibst, dann arbeitest du so lange daran, bis er perfekt ist. Wenn ich den Song meinem Vater vorspiele, muss ich wirklich sichergehen, dass er absolut perfekt ist." Sein Vater habe den Song als "ehrlich" empfunden.

Die elf Tracks auf "Once Upon A Mind" seien die ehrlichsten seiner Karriere, sagt der Brite. Neben zwei Balladen über seinen Vater, der als Soldat im westfälischen Soest stationiert war, singt der 45-Jährige auch über Ehefrau Sofia Wellesley. In "Cold" heisst es etwa: "Ohne dich bin ich einfach kalt".

Er mache derzeit weniger Musik, um Spass zu haben, sondern "weil ich wirklich einige Lieder schreiben muss für Leute, die mir sehr nahe stehen". Dementsprechend melancholisch wirkt Blunt auf seinem sechsten Album, nachdem er zuvor elektronischere Songs mit DJs wie Robin Schulz oder Lost Frequencies aufgenommen hatte.

Trotzdem stellt Blunt klar, dass er keinesfalls ein romantischer Typ sei - auch wenn ihm das seit "You're Beautiful" unterstellt werde. "Ich war auf Drogen abgestürzt und habe die Freundin eines Anderen gestalkt", erklärt der Brite seinen damaligen Liedtext. "Dieser Typ ist nicht romantisch. Dieser Typ ist unheimlich."

(sda)


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