Hochhausprojekt in Kriens ist laut Bundesgericht rechtens


Roman Spirig
Regional / 12.06.18 18:02

Im Eichhof West in Kriens dürfen Hochhäuser gebaut werden. Das Bundesgericht hat Beschwerden von Nachbarn gegen den Bebauungsplan abgewiesen. Somit könne es weitergehen mit der Gestaltung des Areals, teilte die Gemeinde Kriens am Dienstag mit.

Symbolbild: Hochhausprojekt in Kriens ist laut Bundesgericht rechtens
Symbolbild: Hochhausprojekt in Kriens ist laut Bundesgericht rechtens

Der Bebauungsplan für Eichhof West sieht auf einer Fläche von 30'000 Quadratmetern Wohnungen, Bildungseinrichtungen, Büros, Gewerbebauten sowie Hochhäuser von bis zu einer Höhe von 53 Metern vor. Investorin ist die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich.

Der Einwohnerrat Kriens hatte den Bebauungsplan 2014 genehmigt. Anwohner kritisierten, dass sich die geplante Überbauung nicht in die Umgebung eingliedere und der Standort für Hochhäuser ungeeignet sei. Der Regierungsrat wies die Beschwerden der Anwohner 2016, das Kantonsgericht 2017 ab.

Auch das Bundesgericht sah keinen Grund zum Einschreiten. Es konnte keine Willkür im Verfahren feststellen. Das geplante Vorhaben führe zu einer verdichteten Überbauung einer bestehenden Siedlungsfläche und ordne sich, in Abwägung verschiedener Interessen, in vertretbarer Weise in die Landschaft ein.

Das Bundesgericht stellte nicht in Abrede, dass die geplanten Bauten relativ markant in Erscheinung treten könnten. Es sei aber nicht so, dass die Hochhäuser das Wohnquartier am Sonnenberg erdrücken würden.

Hochhäuser fügten sich selten besonders gut in bestehende Siedlungsstrukturen ein, schreibt das Bundesgericht. Der strittige Standort erscheine aber eher günstig, liege Eichhof West ja in urbaner Umgebung in unmittelbarer Nähe zur Autobahn und zu Industrie- und Gewerbebauten.

Nach dem Urteil des Bundesgerichts bestehe für die Grundeigentümerin BVK die nötige Planungssicherheit, um die nächsten Projektschritte in Angriff zu nehmen, schreibt die Gemeinde Kriens. Es werde mit Investitionen in der Höhe von 200 Millionen Franken gerechnet.

(sda / Central Redaktion)