Grossprojekte fordern Luzerner Immobilienbudget heraus


Roman Spirig
Regional / 13.03.19 10:50

Der Luzerner Regierungsrat rückt in seiner neuen Immobilienstrategie die zwei Grossprojekte auf dem Seetalplatz und auf dem Campus Horw in den Fokus. Die Realisierung dieser Projekte sprengt das bisherige Investitionsbudget.

Grossprojekte fordern Luzerner Immobilienbudget heraus  (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Grossprojekte fordern Luzerner Immobilienbudget heraus (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Bei den zwei anstehenden Grossprojekten handelt es sich um das Zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Emmen (ZVSE) und die Erneuerung und Erweiterung des Campus Horw. Dort sollen dereinst die Hochschule für Technik und Architektur sowie die Pädagogische Hochschule Platz finden.

Diese Grossprojekte würden den künftigen Investitionsbedarf für die kantonalen Hochbauten "massiv übersteigen", teilte die Regierung am Mittwoch mit betont. Das jährliche Investitionsbudget betrug bisher rund 50 Millionen Franken.

Das ZVSE könne mit einer temporären Erhöhung des Investitionsbudgets innerhalb der Schuldenbremse finanziert werden, teilte der Regierungsrat mit. Damit Investitionen in weitere Neubauprojekte getätigt werden könnten, seien moderate Abstriche bei der Werterhaltung zu prüfen. Für die Werterhalten gab der Kanton gemäss Mitteilung bislang jährlich rund 30 Millionen Franken aus.

Eine Priorisierung der Investitionen sei daher unumgänglich und könne auch einen Investitionsverzicht zur Folge haben, hält die Regierung fest. Punktuell seien zudem alternative Finanzierungsmodelle zu prüfen und umzusetzen. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass die Eigenfinanzierung langfristig betrachtet das wirtschaftlichste Finanzierungsmodell sei.

Für den kantonseigenen Raumbedarf strebt die Regierung eine "möglichst grosse Autonomie" an, wie sie schreibt. Zumietungen sollen nur als Zwischenlösungen zur Gewährleistung der erforderlichen Flexibilität dienen. Die Nettomietzinse, die der Kanton an Dritte leistet, belaufen sich auf 33,4 Millionen Franken.

Ferner will der Regierungsrat das Immobilienmanagement auf die Prinzipien Ökonomie, Ökologie und Soziales ausrichten. Dazu gehörten der ressourcenschonende Umgang mit bestehenden Grundstücken sowie die Zentralisierung und Verdichtung beim Bauen.

Die revidierte Immobilienstrategie gelangt nun in den politischen Prozess und sollte nach dem Kantonsratsbeschluss in der zweiten Jahreshälfte 2019 wirksam werden.

(sda)


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