GC verliert auch unter Stipic - diesmal aber brutal gegen YB in letzter Sekunde


Roman Spirig
Sport / 10.03.19 00:52

Knapp 95 Minuten wehrten sich die Grasshoppers gegen Young Boys beim Debüt von Trainer Tomislav Stipic erfolgreich - dank Einsatzwillen, Keeper Heinz Lindner und Glück. Am Ende standen die Zürcher aber erneut mit leeren Händen da. Djibril Sow traf in letzter Sekunde.

GC verliert auch unter Stipic - diesmal aber brutal gegen YB in letzter Sekunde  (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)
GC verliert auch unter Stipic - diesmal aber brutal gegen YB in letzter Sekunde (Foto: KEYSTONE / WALTER BIERI)

Als GC-Keeper Heinz Lindner in der 92. Minute einen Kopfball von Mohamed Camara mirakulös mit den Fingerspitzen aus dem Lattenkreuz fischte, nachdem er bereits einen Foulpenalty von Roger Assalé entschärft hatte (68.), schien der Punktgewinn der Grasshoppers und damit das erfolgreiche Debüt von Tomislav Stipic Realität zu werden. Doch Gianluca Gaudinos Massflanke und Djibril Sows wuchtiger Kopfball versetzten dem kriselnden Rekordmeister in letzter Sekunde doch noch den K.o.-Schlag.

Es war das brutale Ende für den Gastgeber, der im Vergleich zu den letzten Spielen unter Thorsten Fink zumindest phasenweise Aufwärtstendenz erkennen liess. "Es ist brutal, wir hätten einen Punkt verdient", sagte Lindner. Die goldene Chance zum Führungstreffer für die Grasshoppers hatte Nedim Bajrami in der 55. Minute vergeben. Es war die erste gute Möglichkeit der Zürcher des Spiels - und sollte die letzte bleiben.

Trainer Stipic zeigte sich trotz der Niederlage angetan von seiner Mannschaft: "Ich kann ihr keinen Vorwurf machen, sie hat von der Mentalität und der Einstellung alles Nötige getan." Die Lage am Tabellenende spitzte sich für die Zürcher nach der achten Niederlage in den letzten neun Spielen und dem gleichzeitigen Sieg des direkten Konkurrenten Xamax allerdings weiter zu. In der Tabelle liegt GC bereits vier Punkte hinter den Neuenburgern zurück, nächste Woche folgt die Partie auswärts gegen Sion, das ex-aequo mit Lugano auf Platz 8 liegt.

Für die Young Boys hingegen waren es aller guten Dinge drei. Bereits in Lugano und gegen Sion hatte der souveräne Leader das 1:0 erst in der Nachspielzeit erzielt, nun traf er auch im Letzigrund in extremis und setzte seine Rekordserie fort: Seit nunmehr 55 Spielen in der Super League hat YB mindestens einen Treffer erzielt.

Zwar konnte der ersatzgeschwächte Meister erneut nicht kaschieren, dass er von der Form der Vorrunde weit entfernt ist, die Mannschaft zeigte aber eine Reaktion auf die krachende 0:4-Niederlage unter der Woche in den Cup-Viertelfinals gegen Luzern.

(sda)


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